Fahrt ans schwarze Meer
Nach der Nacht in den original Betten der Napoleons geht es zum Frühstück. Der Prinz bedient uns persönlich. Er fragt ob wir Eier haben wollen, bemerkt dann aber das er sowieso nicht mehr genug Eier hat. Gut, ob wir dann statt dessen die Krautwickel mit Kartoffelpüree vom Vorabend möchten. Ja klar, ich fand sie ja lecker und warum dann nicht gleich nochmal zum Frühstück.
Er erklärt uns dann noch den Toaster, aber irgendwie bleibt der Toast nicht im Gerät und springt direkt wieder raus. Es stellt sich raus das es nicht am Toaster lag, sondern das der Strom auf dem ganzen Anwesen ausgefallen ist. Da wohl die Hauptleitung für die Stadt direkt hier vorbei geht ist es wohl auch in der ganzen Stadt der Strom ausgefallen. Der Gasherd geht ja noch und so gibts die Krautwickel auch warm.
Nachdem Anja am Vortag dem Prinz ein paar Ihrer Zeichnungen aus Ihrem Reisetagebuch gezeigt hatte, sollte Sie uns unbedingt auch in seinem Gästebuch verewigen. Gesagt getan. Der Prinz ist begeistert. Toni hatte mittlerweile unser Auto wieder vorbereitet und es könnte losgehen. Ich will aber unbedingt noch ein Gruppenbild von uns. Die Tochter des Hauses übernimmt meine Kamera.
Das Bild ist im Kasten und wir verabschieden uns bei Prinz Alain Murat und Prinzessin Veronique. Es geht weiter Richtung schwarzes Meer mit Ziel Batumi.
Erster Halt ist in Sugdidi am neugotischen Dadiani-Palast (Fürstenpalast der Dadiani-Dynastie). Wir laufen nur eine kurze Runde im Park und gehen nicht in den Palast selbst. Statt dessen soll es in den botanischen Garten des Palastes gehen. Aber Pech gehabt. Der Garten hat Montag und Donnerstag geschlossen. Was nun?
Toni hat eine Idee und will uns statt dessen eine Bananenplantage zeigen. Wir sind gespannt. Auf der Fahrt dahin sehen wir dann tatsächlich zum ersten Mal das schwarze Meer.
Wir erreichen den Bananenhain in Zichisdsiri, auch “Georgisches Bali” genannt. Er liegt etwa eine halbe Stunde von Batumi entfernt. Zu Fuß gehts weiter, etliche Stufen hinunter bis zum schwarzen Meer, an dem sich ein kleiner Badestrand befinden. Ziemlich coole Location.
Auf dem Rückweg machen wir Rast im “Kafe Banana”, quasi ein etwas größeres Kiosk. Es steht teils auf altem Gemäuer. Sensationell tatsächlich der Tiolettenraum. Von außen sieht es eher aus wie eine Ruine, und von innen cool her gerichtet.
Es gibt “Khachapuri Adjaruli”. Teig der zu einer Art Brot geformt ist und in der Mitte mit Käse gefüllt wird. Kurz vorm servieren kommt noch ein Ei auf den heissen Käse. Was soll ich sagen super lecker in einer sensationellen Umgebung.
Gut gestärkt machen wir uns noch auf zum botanischen Garten von Batumi. Toni bringt uns zum Eingang und wir machen aus, dass wir uns am der anderen Seite des Gartens dann wieder treffen. Gesagt getan, wir machen uns auf durch den Garten.
Anja bemängelt etwas, das es eher Bäume als Pflanzen zu sehen gibt. Kann man nichts machen. Auf einem der asphaltierten Wege kommen uns zwei Familien mit kleinen Kindern entgegen. Von uns aus steigt der Weg leicht an, aus der Richtung der entgegenkommenden fällt er leicht ab. Einer der Väter hat seine Tochter auf den Schultern. Keine 5 Meter vor uns stolpert er, kann sich mit dem Knie zwar abfangen, aber die Tochter schlägt übel mit dem Kopf auf. Der Blutfleck auf dem Weg ist deutlich zu sehen. Der Mann der zweiten Familie spurtet sofort los um Hilfe zu holen. Es sind genug Leute, also halten wirs uns raus und gehen weiter. Bei der nächsten Bank müssen wir erstmal Rast machen, da uns dass doch mitgenommen hat.
Am Ausgang suchen wir Toni, finden ihn aber erstmal nicht. Problem war das ich einfach gedacht hatte die Strasse rechts abzubiegen und nach ihm zu schauen. Er war schlußendlich aber da wo er gesagt hatte, direkt rechts nach dem Ausgang. Er hat die Zeit gemütlich beim baden verbracht.
Nun endlich gehts zu unserem Hotel. Wir können kurz ausruhen um dann später Batumi unsicher zu machen.
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