Tiflis Stadtführung Teil 2
Gestern ging es um 10:30 Uhr los, Toni hat uns zu Fuß abgeholt. Als erstes ging es ins Nationalmuseum. Hier gabs unter anderem eine interessante Ausstellung zu der Sovjet Zeit.
Weiter durch die Stadt, das arabische Viertel und dann zum Flohmarkt. Da fing es leicht zu regnen an. Es gab 2-3 Stände, die alte Kameras anboten. Meist Sovjetische Marken wie FED oder Zorki. Ein altes 50mm Nikon Objektiv wäre evtl. was gewesen. Konnte mich aber beherrschen.
Ein kurzes weiter gings in ein Restaurant zu Mittagessen. Hat leider etwas gedauert und die Khinkali hatten Sie vergessen. Praktisch das Toni uns hier immer was raus sucht, was wir sonst wahrscheinlich nie selbst bestellt hätten. Alles bislang auch sehr lecker.
Dann ging es an ein altes Industrie Gebäude was nun einem anderen Zweck dient. Etliche Bars, Cafés und Geschäfte nutzen es nun. Sehr gut gemacht. Ein alter VW Bus erweckt meine Aufmerksamkeit, da er im Innern eine FotoBox installiert hat.
Wie das so ist werde ich fotografiert, als ich den Bus inspiziere. Mein Fotograf hat eine digitale Mamiya Medium Format Kamera, mit Wahnsinns Auflösung und sensationellen Farben dank CCD Sensor. Muss natürlich unbedingt mit ihm nerdischen Kamera Smalltalk machen. Eigentlich fotografiert er ja mit Leica. Er gewinnt das Kameraquartett eindeutig, was digitale Leicas angeht. Bei Schraubleicas lag ich allerdings vorne. Er wohnt in Dubai, ist Architekt und stammt aus Indien. Hier an dem Industriegebäude ist er weil es hier ein Analoges Fotogeschäft gibt, was Filme entwickelt und auch einscannt. Cool, hab leider keine analoge Kamera mit.
Anja und Toni mussten etwas auf mich warten, nun geht’s weiter durch die Straßen mit Alter Architektur. Etlichen Häuser sieht man das Alter von über 100 Jahre deutlich an. Wie es darin wohl aussehen mag?
Wir stehen vor einer einfachen Tür ohne jegliche Schilder. Toni will sein Auto holen und meint wir sollen da mal rein gehen und einen Kaffee trinken. Wow!!! Im Innern ein schickes Restaurant mit einem sogenannten italienischen Garten im Hinterhof. Wird nur so genannt, hat aber wohl Nix mit Italien zutun. Gesagt getan. Wir lernen das wir in Ninia’s Garden sitzen. Aktuell ein seht angesagtes Restaurant von einer bekannten Köchin.
Per Auto geht’s weiter zu dem künstlich angelegten See. Von da in den Gardenia Shevardnadze. Ein sehr hübsch angelegter Bezahl Garten, der auch für Konzerte oder Hochzeiten genutzt wird. Pflanzen kann man auch kaufen, Anja beschränkt sich aber auf Tomaten Samen. Wir nehmen noch drei Espressi, bevor wir uns zum Abendessen aufmachen.
Erneut irgendwo in einer Straße mit alten Häusern, Zustand schon sehr renovierungsbedürftig. Hier wären wir nie alleine hin gekommen. Wieder gibt es eine einfache Tür ohne irgendwelche Beschriftung. Tür auf und erneute die volle Überraschung, wir sind im Shavi Lomi, dem Scharzen Löwen. Dem angesagtesten Restaurant aktuell. Auch hier im Hinterteil ein Garten mit zahlreiche Tischen. Leider regnet es leicht und es ist Samstag. Das Restaurant ist komplett ausgebucht. Wir müssen uns was anderes Suchen.
Wir Essen dann im Stamba. Toni hat diverse vegetarische Speisen bestellt. Darunter sensationelle Bohnen.
Gut gestärkt dann mit der Seilbahn hoch nach Mtazminda. Ein Vergnügungspark auf dem Berg. Wir genießen nur die Aussicht beim Sonnenuntergang und wie langsam die Lichter der Stadt angehen.
Fas 12 Stunden später gegen 22 Uhr endet der zweite Tag Tiflis. Wir sind geschafft, aber glücklich. Was für eine Stadt.
Gleich geht’s weiter, raus aus Tiflis wohl zum Höhlenkloster.
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