Vashlovani Nationalpark
Gegen 10:00 Uhr war Abfahrt in den Nationalpark. Die Landstraße dahin war bzw. ist in einem desolaten Zustand. Kurzerhand sind wir auf Feldwege ausgewichen. Dort ging es mit gut 60 km/h voran statt nur mit 10 bis 20 km/h auf der Landstraße. So ging es erstmal an etlichen Getreidefeldern vorbei, die aktuell abgeerntet werden.
Irgendwann ist man dann im Park. Es gibt nur noch Feldwege, die auf unserer Runde auch zu Offroad pur wurden. Sprich grober Schotter, tiefe Löcher, Wasserdurchfahrten oder auch direkt durchs ausgetrocknete Flussbett. Steil Bergab oder auch Steil Bergauf. Allrad mit Sperre ist absolut notwendig.
Gesehen haben wir nahezu alles was es zu sehen gibt. Schildkröten, Echsen, Blauracken, Bienenfresser, Adler, Hasen und natürlich auch Gazellen.
Etliches der Halbwüste ist mit Wermut bedeckt. Ab und an gab es auch einen grünen flachen Strauch, den Anja tatsächlich als Kapern identifizierte.
An einem hoch gelegenen Aussichtspunkt kam die Drohne zum Einsatz. Na ja sollte jedenfalls. Auf der Fernbedienung konnte ich bei der Sonne kaum was sehen. Da ich vorm Urlaub ja im Krankenhaus lag, konnte ich mir nicht anschauen wie die ganzen automatischen Drohnen Shoots funktionieren, bzw. überhaupt gestartet werden. Kurzum nix wars mit tollen Aufnahmen, und ich hab nur manuell ein wenig was probiert. Ohne Mobil Empfang gabs auch keine Chance mal schnell ins Handbuch zu schauen.
Wir fuhren bis zum östlichsten Punkt der möglich ist. Dort gibt’s noch 3 kleine Übernachtungshäuschen, die aber grad renoviert werden. Der Fluss dort ist auch die Grenze zu Aserbaidschan.
Dort machten wir uns auch über Proviantkiste her. Leicht gestört, von zahlreichen Mücken, die sich Aber dank Autan etwas zügeln Liesen. Anja und ich warfen uns dann noch unsere Jacken über um ganz sicher zu sein. Otto blieb bei T-Shirt und kurzen Hosen.
Insgesamt wurden wir bis dahin an drei Stationen kontrolliert. Also ob wir die Genehmigungspapiere auch haben um überhaupt in den Park zu fahren.
Auf anderen Wegen ging es dann wieder zurück. Insgesamt waren wir 180 km unterwegs. Durch tiefe Schluchten, hohe Aussichtspunkte, Flußbetten, karge Landschaft, sanfte Hügel wie auf einem Golfplatz, teils noch grün, hervorragendem Farbenspiel wenn die Sonne die Berge streifte. Anja vergibt 5 Sterne Plus.
Dank an unseren Fahrer und sein Auto, was einige wenige mal leicht Bodenkontakt hatte.
Gegen 19 Uhr waren wir zurück. Dreißig Minuten später gab’s Abendessen. Georgisch natürlich soviel, das kein Platz mehr auf dem Tisch ist. U.a, Rindergulasch, Bratkartoffel in Pommes Form, Bohnen, Käse, Brot, gefüllte Auberginen und vorweg Borscht mit Rindfleisch. Bei der Variante war keine rote Bete mit dabei. Die ist nur drin wenn kein Rindfleisch drin ist.
Mittlerweile ist es fast 22 Uhr und seit fast einer Stunde gewittert es hier.
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