Pula

Am Freitag ging es nach Pula. Pula ist die größte Stadt in Istrien.

Nach etwas Fahrerei hatten wir Glück einen Parkplatz zu finden. Nach dazu auf einem kostenlosen kleinen Parkplatz, der wie sich raus stellte auch in der nähe des Marktes und der Markthalle war.

Der Markt war auch unser erstes Ziel.

Markt in Pula
Markthalle in Pula

Anschliessend ging es dann in die Stadt. Vorbei am Sergierbogen.

Sergierbogen

In Pula gibt es auch ein großes Amphitheater. Kostet natürlich Eintritt, ist aber auf alle Fälle imposant. Als wir dort waren, war eine große Leinwand aufgebaut.

Amphitheater in Pula
Amphitheater in Pula

Im Amphitheater bekam ich dann noch die Aufgabe doch mal die Möwen durch eines der Fenster zu fotografieren. Hat einige Anläufe gebraucht um die ein oder andere Möwe halbwegs zu erwischen.

Möwen

Auf der Rückfahrt machten wir dann noch bei Trapan Wein halt und kauften eine Kiste Wein.

Weiter ging es nach Vodnjan. Dort befindet sich Chiavalon. Mit einer der besten Olivenöl Produzenten. Leider stimmte irgendwie die Hausnummer der Adresse nicht und wir tappten erstmal im Dunkeln. Aber ein deutsches Paar, was zufällig neben uns parkte, konnte uns helfen. Sie kamen grad von Chiavalon und zeigten uns den Weg.

Bei Chiavalon gab es dann eine Öl Verkostung, durch alle ihre unterschiedlichen Ölivenöle. Wenn es sich im Abgang so richtig in der Speiseröhre bemerkbar macht, dann zählt es zu einem der besseren Öle.

Bootstour und Lim Fjord

Am ersten Donnerstag ging es nach Porec zu einem kurzen Stadtbummel. Von dort aus ging es dann per Bootstour die Küste entlang bis nach Vrsar. Dort eine Runde durch den Hafen und dann wieder zurück nach Porec. Insgesamt dauerte die Tour 90 Minuten.

Porec
Vrsar
Porec

Anschliessend Mittagessen im Restaurants Istra in Porec, einer Empfehlung aus dem Reiseführer. Es sollte unsere erste Fischplatte für zwei Personen werden. Quasi eine Empfehlung des Kellners, nachdem jeder von uns einen eigenen Fisch bestellen wollte. So hatten wir zwei verschiedene Fische, Kalamares, Muscheln, Scampis und Spinat mit Kartoffeln.

Von da ging es dann per Auto zum “Lim Fjord”, eigentlich Limski Kanal oder Limski Fjord. Also nicht zu verwechseln mit dem Limfjord in Dänemark.

An der Strasse oberhalb des Fjords gibt es einige Aussichtsplattformen/Türme, die einen super Blick auf den Fjord versprechen. Alle mit Parkplatz und mit Verkaufsständen für die lokalen Olivenöle, Schnäpse, Weine, Trüffel, Honige und so weiter. So wirklich den Fjord konnte man aber nur an zwei Aussichtsplattformen sehen. Ein Aussichtsturm bot sogar nur die Sicht auf den Olivenhain, von dem das verkaufte Öl stammt.

Lim Fjord
Lim Fjord

An einem der Parkplätze war jedenfalls ein sehr schöner VW Käfer zu sehen.

VW Käfer

Zum Ende des Fjords führt eine Strasse nach unten. Dort gibt es ein Paar Restaurants und Cafes. Hier legen dann auch die Aussichtsboote an bzw. drehen und fahren wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurück.

Lim Fjord

Wir nahmen je einen Eiskaffee und sind dann zurück zur Unterkunft gefahren. Abends die Runde am Strand entlang mit einem Drink an einer der Strandbars/Kioske.

Groznjan, Motovun und Umag

Los ging es am Mittwoch mit Groznjan. Bei der Anfahrt ein kurzer Stopp für ein Landschaftsbild. In Groznjan selbst gab es zur Stärkung einen Cappuccino. Der Ort ist nicht all zu groß, daher war der Stadtrundgang auch eher kurz.

Kurz vor Groznjan
Groznjan

Danach ging es direkt zu Motovun. Wie Groznjan auch, liegt dieser Ort in einem der Trüffelgebiete überhaupt. Was lag also näher als zum Mittag mal Nudeln mit ordentlich schwarzem Trüffel zu essen.

Nudeln mit schwarzem Trüffel

Wieder in der Unterkunft gab es dann nur noch einen Salat. Dann ging es noch nach Umag. Meine Intensive Location Recherche erbrachte, das es dort wohl einen schicken Sonnenuntergang gäben müßte.

Die Zeit des Wartens verbrachten wir in einem der Cafes. Als es dann soweit war, ging die Sonne nicht exakt da unter, wo die App am Smartphone das eigentlich Prophezeit hatte. Nun ja, über dem Wasser war sowieso eine leichte Wolkendecke.

Sonnenuntergang in Umag

Danach hatte ich noch ein Bild vor Augen, was mir im Internet über den Weg gelaufen war. Zum Glück entdeckte ich den entscheidenden Hinweis in Form eines Bootes gleich zu beginn. Damit war dann nur noch die Frage, wie man dort hin kommt. Intuitiv konnte das aber dann auch gelöst werden.

Umag bei Nacht

Zwar nicht mit dem erhofften Sonnenuntergang, aber mit dem Abendbild mit Boot von Umag ging es dann spät zurück.

Rovinj

Dienstag ging es nach Rovinj. Wie überall ist es mit den Parkplätzen oftmals knapp. Auch die ersten kleineren Bezahlparkplätze waren bereits voll. Per Zufall fanden wir dann einen Größeren Parkplatz, der mit umgerechnet nicht mal 30 cent auch noch überaus günstig war. Sonst kostet die Stunde grob 1,50, was auch nicht wirklich dramatisch ist.

Die Gassen sind hier alle recht eng. Es ging quer durch die Stadt bis hoch zur Kirche der Hl. Euphemia und einmal drum herum.

Rovinj
Heilige Euphemia

Da meine persönliche fotografische Herausforderung in diesem Urlaub darin liegt, das ein oder andere Bild auch auf echtem analogem Kleinbildfilm zu fotografieren, ging oben an der Kirche erstmal das große Foto Wechsel und Objektiv hin und her Getausche los.

Als Analoge Kamera hab ich mit der Nikon F3 HP Baujahr 1984 eine der legendärsten Spiegelreflex Gehäuse dabei. Als Objektive aus dieser Zeit ist ein 50mm/1.8, ein 24mm 2.8 und ein 135mm/2.8mm, sowie der zweifach Telekonverter TC-200 jeweils von Nikon dabei. Alle Objektive natürlich manuell zu fokussieren und tatsächlich auch ohne Probleme an meinen aktuellen digitalen Nikon Gehäusen verwendbar. (Das 135mm wurden vom Angry Photographer auch mal als eines der besten Objektive bezeichnet, was man unbedingt haben muss: The BEST DAMN Nikkor you MUST BUY )

Abschluss von Rovinj war direkt am Hafen bei einem Cappucchino.

Hafen Rovinj

Zurück ging es über die Straße zwischen Klostar und Flengi. Der Strassenabschnitt ist dafür bekannt, das dort überall Spanferkel an Drehspiesen gegrillt werden. Also kehrten wir auch zu einem sehr verspäteten Mittagessen ein und nahmen natürlich Spanferkel. Die Haut hätte krosser sein können und das Fleisch ein wenig saftiger. Wie gesagt gegen 16 Uhr war natürlich die Stoßzeit etwas vorbei. Gut, vielleicht probieren wir die nächsten Tage noch einen anderen Grill aus.

Spanferkel Grill

Der Abend ging dann im Apartment zu ende, da es gegen Abend erneut ein heftiges Gewitter gab.

Istrien

Dieses Jahr geht es nach Istrien/Kroatien. Genauer nach Porec, bzw. ein Ort nebendran.

Da es rund 1000 km sind und wir mit dem eigenen Auto anreisen, haben wir die Fahrt auf zwei Etappen gemacht.

Erste Etappe war am Sonntag bis nach Villach in Österreich. Die 700km sollten nach Navi rund 7 Stunden dauern. eine kurze Toilettenpause und zwei Staus, als es auf die Autobahn Richtung Österreich ging, brachten uns dann eine Gesamtfahrzeit von 9 Stunden ein.

Mosers Pension in Villach war gut und auch das große Frühstücksbufett konnte überzeugen. Abends waren wir in einer Pizzeria/Restaurant.

Morgens ging es erstmal zum tanken. Hat mein Toyota Auris Hybrid es doch tatsächlich geschafft sich nur 4,62 Liter pro 100km zu genehmigen. Trotz vollem Gepäck und zwei Personen.

Nach nicht mal 300 km waren wir am Montag bereits gegen 12 Uhr an unserem Ziel angekommen. Eine Stunde zu früh für unser Apartment. Also erstmal direkt am Hafen einen Cappuccino genommen, für rund 2€.

Nach einer halben Stunde kam auch schon unser Vermieter. Apartment liegt tatsächlich direkt am Hafen, allerdings mit Blick in die falsche Richtung. Und im 4 Stockwerk, was dann einiges an Schlepperei mit unserem Gepäck war.

Das Apartment erstreckt sich über zwei Etagen. Unten Kochecke, Bad, Esstisch und Wohnzimmerchen mit Klimaanlage, oben dann das Schlafzimmer. Es gibt auch einen kleinen Balkon. Alles super! Wurde auch erst in den letzten Jahren komplett renoviert.

Mittags ging es dann gleich nach Porec zum Stadtbummel und die Euphrasius-Basilika besichtigen. Danach noch zur Bank, da wir unsere Unterkunft bar bezahlen müssen.

Eingang Euphrasius-Basilika

Danach in den Lidl und danach in einen Fabrik Verkauf für Olivenöl, Wein und Käse. Der Wein läßt sich hier direkt in ein Liter Plastikflaschen abfüllen.

Alles dann hoch in die Unterkunft geschleppt und was gegessen. Abends gings dann noch an den Strand und im Hafen auf einen Absacker.

Kaum wieder daheim, hats auch schon mächtig angefangen zu Gewittern.

Fotoausrüstung Neufundland

Als kleine Stütze für mich für die nächste Reise, hier die Fotoausrüstung, die ich in Neufundland mit dabei hatte. Auch die Begründung warum ich was dabei hatte, und ob es sich gelohnt hat.

Bei solch einer Reise wäre es tragisch wenn einem der Fotoapparat kaputt gehen würde. Daher waren zwei Nikon DSLR Gehäuse mit dabei. Das war einmal mit der Nikon D750 ein Vollformat und mit der Nikon D7200 ein APS-C /Crop Gehäuse.

Da sich bei APS-C die Brennweite um den Faktor 1,5 verlängert, also aus einem 50 mm ein 75 mm Objektiv wird, war es durch die zwei Sensorformate möglich meine vier Objektive unterschiedlich zu nutzen.

Als ersten mußte natürlich das Tamron 150-600mm F/5-6.3 Di VC USD mit. An APS-C sogar 900 mm. Wenn irgendwo ein wildes Tier auftauchen sollte, dann sollte es mit diesem Super Teleobjektiv auch einzufangen sein.

Das nächste Objektiv war das Nikon AF-S Nikkor 18-35mm 1:3,5-4,5G ED. Relativ leicht und eigentlich mein immer drauf Objektiv. War hauptsächlich für Landschaftsaufnahmen geplant. An der D7200 ging es durch den Crop Faktor bis in den normal Bereich von 50 mm.

Das Ultra Weitwinkel Samyang 14/2,8 kam mit, weil ich endlich mal einen schönen Sternenhimmel fotografieren wollte. Und das Objektiv wird in diesem Zusammenhang immer gelobt.

Schlußendlich nahm ich noch das Nikon 50 mm/F 1.4 G mit. Mit 75 mm an der D7200 ein leichtes Tele und mit der Lichtstärke eine gute Wahl wenn es dunkler wird.

Nur auf die beiden DSLR beschränken ging dann doch nicht. So kam als dritte Kamera noch eine Nikon Coolpix A mit. Sie ist klein und leicht und damit ideal um überall mit hin genommen zu werden. Dank einem APS-C Sensor (der so auch in der Nikon D7000 zu finden ist) und einem Festbrennweiten Objektiv von 18,5 mm, was umgerechnet 28 mm sind, auch mit einer hervorragenden Bildqualität.

Weiterhin kam noch eine GoPro Hero 3+ Black Action Kamera mit. Und schlußendlich gab es im iPhone SE noch eine Kamera, wenn ich denn sonst nichts dabei haben sollte.

Als Zubehör waren drei Graufilter unterschiedlicher Stärke, sowie ein Polarisationsfilter dabei, die auf das 18-35mm passten. An das 50 mm passten sie mittels eines StepUp Adapters. Die Filter waren alle aufeinander geschraubt und an den Seite mit entsprechenden Schraubdeckel abgeschlossen. Eine sehr platzsparende Lösung.

Das Novoflex TrioBalance A2840 war das Stativ meiner Wahl. Im Gegensatz zum Novoflex TrioPod A2840 hat es die Nivellierkalotte gleich integriert. Dank der Nivellierkalotte konnte ich komplett auf einen Kugelkopf verzichten. Dafür war ein Panorama Drehteller mit dabei und ein Makroschlitten, der als Nodalpunkt Adapter diente. Beide Kameras waren auch mit entsprechenden L-Winkel ausgestattet.

Von RAM Mount hatte ich noch eine Klemmzange und die Saugnapf Befestigung dabei, sowie die Verbindungsstücke um sowohl die Kameras als auch die GoPro montieren zu können, und das gegebenenfalls als Kugelkopf Ersatz zu nehmen.

Dann hatte ich noch einen Aufsteckblitz, sowie zwei Funkauslöser dabei. Idee war, das wir evtl. mal des Nachts draußen sitzen und ich uns da ablichten wollte.

Alles fand in einem Fotorucksack Lowepro Pro Runner 450 AW Platz. Von der Größe her war er mal Handgepäck tauglich, ist jetzt eher etwas kritisch. Mit MacBook Pro und iPad im Rucksack ist das Gewicht jedenfalls weit über dem Limit. Hab daher beim Check In immer versucht den Rucksack leicht aussehen zu lassen.

Was kam wirklich zum Einsatz?

Die Kombination aus FX und DX Gehäuse mit meinen Objektiven hat perfekt funktioniert.

Während der Autofahrt lag immer die D7200 mit dem 150-600 mm griffbereit, falls irgend ein Tier auftauchen sollte. Was auch das ein oder andere mal vorkam. Die D750 war mit dem 18-35 mm bestückt, für diverse Landschaftsaufnahmen.

Für die Wal Watching Touren kam das 150-600 mm an die D750, da die Wale meist nicht all zu weit weg waren. Die D7200 bekam dann das 50 mm (also 75 mm) als leichtes Tele verpasst, wenn die Tiere sehr nah ran kamen. Die Coolpix A mit Ihrem Weitwinkel deckte dann denn ganz nahen Bereich ab. Das war auf der Schlauchboot Tour sinnvoll.

Das Ultra Weitwinkel Samyang 14 mm kam tatsächlich bei einigen Nacht-/Sternen-Aufnahmen zum Einsatz. Auch bei einigen Landschaftsaufnahmen. Da dort kein Filter aufgeschraubt werden kann (außer mit einem speziellen Adapter), konnt ich da keine Graufilter für Langzeitaufnahmen aufschrauben.

Die Coolpix A war unter anderem bei allen abendlichen Ausflügen, sprich Restaurant Besuchen mit dabei.

Die GoPro Hero 3+ Black kam dieses mal kein einziges Mal zum Einsatz. Ich würde sie trotzdem jedes mal wieder mit auf Reise nehmen, da man ja nie wissen kann wann man sie braucht. Sie wäre sicher auf der Schlauchboot Wal Beobachtungstour eine Option gewesen, um die Belugas unter dem Boot zu filmen.

Das Novoflex TrioBalance A2840 Stativ mit der Nivellierkalotte hat überall gepasst. Wenn man das Stativ etwas schief hin stellt, so reicht die Kalotte alleine aus um auch Sterne aufzunehmen. Sprich auf einen Kugelkopf kann man da aus Gewichtsgründen verzichten. Carbon Beine wären aus Gewichtsgründen auch nicht schlecht. Mal sehen ob es da irgendwo was gebrauchtes gibt.

Auch der Panoramadrehteller und der Eigenbau Nodalpunktadapter kamen öfter mal zum Einsatz.

Die RAM Mount Befestigungen hab ich nicht benutzt. Das hätte eventuell anders ausgesehen, wenn die GoPro zum Einsatz gekommen wäre.

Blitz und Funkauslöser waren eher unnötig. Will heißen das nichts davon zum Einsatz kam und bei der nächsten Reise demnach kein Blitz mehr mit genommen wird.

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Fazit Neufundland

Nach ein paar Tagen Abstand nun ein kleines Fazit unserer Reise.

Neufundland und Nova-Scotia waren und sind auf alle Fälle eine Reise wert. Alle, die wir getroffen haben, waren super nett. Oft spürt man die irischen Wurzeln. Die Musik ist von den irischen Klängen nicht groß zu unterscheiden und läuft häufig in den Restaurants oder Bars.

Die Landschaft hat von nahezu allem was zu bieten gehabt. Von Wälder, Wiesen, Felsen, Geröll, endlos viele Buchten, kleine und große Seen bis hin zu Fjorden. Wenn man unterwegs ist könnte man alle paar Meter stehen bleiben und die Landschaft fotografieren.

Wo sonst kann man an einem Tag Wale beobachten, teils aus dem Hotelzimmer, auf dem Erdmantel spazieren und Eisberge vorbei ziehen sehen.

Mit dem Wetter kann man sich arrangieren. Alles in allem hielt sich der Regen in Grenzen und es war meistens schön. Das die Temperatur innerhalb weniger Stunden um 20 Grad fällt, hat man ja auch nicht oft.

Wir haben die ganze Strecke, grob 5200 km, mit einem Mietwagen und vorgebuchten Bed and Breakfast Unterkünften gemacht. Das hat soweit auch alles gepasst. Bei 2-3 Orten hätte man evtl. verkürzen können oder verlängern wollen, da es noch einiges zu sehen gegeben hätte.

Hier womöglich täglich neue Unterkünfte zu suchen wäre uns zu streßig. Zumal in Neufundland oft alles ausgebucht war. Das ganze mit einem Wohnmobil zu machen, weiss ich auch nicht. Viele Wohnmobile haben wir da oben nicht gesehen und RV Parks zum übernachten haben wir auch wenige gesehen. Und wenn waren sie auch nicht schön gelegen. Ist aber auch so, das wir nicht darauf geachtet haben und es in Wirklichkeit vielleicht ganz anders ist.

Da ich der einzige war, der immer am Steuer saß, war das teilweise recht anstrengend und Nachmittags hätte ich am Steuer direkt einschlafen können. Hier sollten wir uns das nächste mal ablösen. Bei langen Etappen hatten wir teils eine Zwischenübernachtung eingebaut. Evtl. sollte man da vielleicht doch einen kompletten Fahrtag einlegen ohne was anzusehen und dann einen etwas ruhigeren Tag mit Sightseeing.

Die Fähre würden wir das nächste mal eher durch die Nacht nehmen. So hatten wir am Ableger und am Anleger je eine Übernachtung eingeschoben und sozusagen den einen Tag verloren. Das Wetter bei unserer Überfahrt war zwar super, aber wirklich was zu sehen gab es nicht.

Das Mobilfunknetz ist in Neufundland nicht ganz so ausgebaut wie bei uns. Es gibt oft größere Lücken. Da kann man aber mit auskommen, zumal wir nie unterwegs telefoniert haben.

Internet gibts nahezu überall. Die Geschwindigkeit lag aber meist im Bereich eines 1000-2000er DSL Zugangs.

Jedenfalls ist unsere Idee die nächste Reise nach Nova-Scotia zu machen, mit einem Abstecher nach Neufundland.

Wieder zurück

Der sechseinhalb Stunden Flug verlief ohne größere Zwischenfälle. Ein Upgrade oder einen Sitz in einer Notausstiegsreihe gab es diesmal nicht. Das Flugzeug war auch nicht komplett ausgebucht.

Beim Start hat es es bei meinem rechten Sitznachbar und dann auch bei mir angefangen zu regnen. Ja, es tropfte tatsächlich Wasser von den Gepäckfächern in diesem 767-300 herunter. Die Stewardess erklärte uns dann das es Kondenzwasser aus der Klimaanlage sei und das ganz normal wäre. Wäre wie im Auto auch. Mein österreichicher Sitznachbar erwiederte das es bei seinem Auto nicht so wäre.

Wir kommen pünklich an und Anjas Koffer ist schon am Gepäckband bevor wir dort sind. Meine Versuche Maxi-Daxi anzurufen scheitern entweder daran das besetzt ist, oder das eine Ansage kommt die sagt alle Leitungen seien belegt und man soll es nochmals versuchen. Nachdem wir schon am Ausgang stehen erreiche ich endlich die Zentrale. Der Fahrer ist unterwegs. Leider kämpft der mit dem Verkehr und teilt uns mit ,das wir gerne noch auf seine Kosten einen Kaffee trinken gehen könnten.

Das mit dem Kaffee lassen wir und 10 Minuten später sitzen wir dann auch im Auto.

Kurz vor 12:00 Uhr sind wir wieder zurück. Soweit alles in Ordnung. Nur im Keller im Schacht mit dem Absperrventil steht Wasser. Wie sich später raus stellt wohl Kondenzwasser der Heizung. Na ja, wenn man das schon im Flieger nicht in den Griff bekommt :smile:

Halifax

Wir haben gut geschlafen und das Frühstück At Robie’s End B&B war gut. Noch sind wir uns nicht ganz klar wie wir heute verfahren, da unser Rückflug erst gegen 22:00 Uhr ist.

Zur Auswahl steht die Koffer und den Mietwagen zum Flughafen bringen und dann mit dem Bus zurück in die Stadt. Laut unserer Meinung sollten wir heute Vormittag den Mietwagen abgeben. Es sind aber fast 45 Minuten bis zum Flughafen, womit das ganze hin und her ziemlich Zeit intensiv wäre. Unsere Gastgeber bieten uns auch an, das wir das Gepäck dort lassen könnten und es dann später abzuholen.

Schlußendlich entscheiden wir uns dafür alles einzuladen und alles möglichst in den Kofferaum zu bekommen. Dann mit dem Auto in die Stadt und auf den bezahl Parkplatz von gestern. Gesagt getan. Wir werden im Laufe des Tages immer mal vorbei schauen und hoffen keiner bricht das Auto auf. Wir nehmen auch erstmal nur ein Ticket für 4 Stunden und merken dann, das für 2$ mehr wir den ganzen Tag hätten stehen bleiben können.

Der erste Weg führt uns zum Ticket Stand der Harbour Hopper Tours. Mit dem Amphibien Fahrzeug eine Stadtrundfahrt und auch eine Hafenrundfahrt. Für nur 10$ mehr gibts gleich noch das Hopp On Hopp Off Ticket für die Stadtrundfahrt per Bus dazu und wir ersparen uns bei der Hitze die Lauferei. Am Ticketschalter steht auch eine deutsch sprechende Familie. Erstaunlich, die letzten drei Wochen haben wir fast keine Deutschen getroffen, hier in Halifax hört man dagegen sehr oft deutsch.

Kurze Zeit später warten wir auf die erste Tour. Es gibt Infos über die Halifax Central Library, die aussieht wie aufgestapelte Bücher, über die große Halifax Explosion, wo ein Marineschiff voll beladen mit Sprengstoff bei einer Kollision hier direkt etwas weiter drinne im Hafen explodiert ist und ziemlich viel zerstört hat. Die Nacht nach der Explosion brachte noch einen Schneesturm mit sich, womit noch mehr Leute Ihr Leben lassen mußten. Nachdem damals von Boston aus per Zug Rettungskräfte kamen schickt Halifax noch heute zu Weihnachen einen riesigen Tannenbaum nach Boston.

Von Halifax gingen die Rettungsaktionen beim Titanic Unglück aus. Vieles dazu gibts im entsprechenden Museum zu sehen, wo wir allerdings nicht mehr waren. Etliche der damals ums Leben gekommenen sind daher auch hier auf einem der Friedhöfe beerdigt.

Nach den 30 Minuten durch die Stadt gehts mit dem Amphibien Fahrzeug aus Militärbeständen mit einem großen “Splash” ins Wasser und einmal vorbei an der Hafenfront. Zwei, drei Kinder dürfen dann mal als Kapitän ans Steuer.

Am Ende der Tour frag ich nun doch mal die deutsche Familie vom Ticketkauf, die die ganze Zeit neben uns sass, woher sie sind. “Darmstadt” - Ach was. Aus der selben Ecke wie wir. Sie haben den Urlaub noch vor sich und sind auf dem Weg Ihren Sohn abzuholen, der wohl schon zwei Wochen in Kanada ist.

Wir starten direkt mit der Bus Tour durch. Am Halifax Public Gardens steigen wir aus und trinken in dem Cafe einen Cappuccino und essen ein Sandwich. Durch den Garten gehts dann zurück zum Parkplatz um das Ticket zu verlängern.

Dann wieder in den Bus, diesmal die komplette Tour einmal durch und noch drei Stationen weiter, wieder zum Halifax Public Gardens. Von dort dann die Einkaufsmeile per Fuß zurück. Das man hier so riesig was shoppen könnte finden wir jetzt nicht. Wir gehen noch in die Halifax Central Library ganz hoch ins Cafe, da man von dort auch einen schönen Blick über Halifax hat.

So langsam wird es Zeit und wir laufen wieder zum Auto. An der Promenade gönn ich mir noch ein Eis und dann gehts zum Flughafen.

Die Mietwagen Rückgabe klappt ohne Probleme. Alle Aufregung heute früh war umsonst. Unser Check In Schalter macht erst in einer Stunde auf, also gehen wir noch was trinken. Check In klappt auch Problemlos, meine Fotorucksack trag ich locker auf dem Rücken und bekomm ohne was die Handgepäck Banderole.

Mein Fotorucksack hat hier auf einer der Waagen 13,8 kg gewogen. Mit der kleinen Nikon Coolpix A, die ich noch am Gürtel trug, wäre er bei 14,2 kg gewesen. Man muß dazu sagen das dort auch ein MacBook Notebook und ein iPad mit drin waren. Als Notfall Option weil der Rucksack ja wesentlich schwerer als die erlaubten 6 kg war und auch mit 22 cm etwas höher als die maximalen 20 cm hatte ich folgendes geplant. Im Handgepäck von Anja befand sich noch eine leere Notebook Tasche, die man ja, wie ich das verstanden hab, zusätzlich mitnehmen kann. Dort wäre dann Notebook, Tablet und ein paar kleinere Dinge gewandert. Dann hätte ich noch was bei Anja ins Handgepäck gepackt um schlußendlich nur auf die erlaubten 6 kg zu kommen.

Für zukünftige Reisen muß ich mir da was überlegen. In die Gepäckfächer im Flieger passt der Rucksack jedenfalls rein. Das Gepäckfach auf dem Flug hier her war jedenfalls für 32 kg ausgelegt, wo wir mit unserem Handgepäck nicht hin kamen.

Nach dem shopping im Duty Free kam noch jemand und hat uns befragt wo wir waren, wie wir gereitst sind und was es grob gekostet hat. Es war eine Umfrage bei der nur in Deutschland lebende befragt wurden. Als dank gab es noch eine Anstecknadel mit der kanadischen Flagge.

Eigentlich wär ab 21:00 Uhr Bording, aber bislang regt sich noch nichts. Ich pack meine Reiseberichtserstattung jedenfalls mal langsam weg.

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Fahrt nach Halifax

Beim Frühstück hatten wir heute wieder Gesellschaft. Ein Englisch sprechendes Paar mit einem etwas anderen Akzent, als das was wir die letzten Wochen so gehört hatten. Sie kamen aus Neuseeland.

Neben Porridge gabs diesmal auch Rühreier. Und der Neuseeländer bekam auch Toast hin gestellt, löste dann aber unsere fragenden Blicke ob wir auch welchen wollten. Unser Gastgeber hat alles irgendwie nur auf eine Seite des Tisches gestellt, obwohl es eigentlich für alle sein sollte. Wie gesagt, alles etwas schräg.

Unsere Route führte uns an der Küste entlang. Ein sehr buntes Haus entpuppte sich als die White Sails Bakery. Da mußten wir eine Rast einlegen und einen süßen Vanille Cappuccino und ein Sandwich zu uns nehmen. Ein sehr schöner Platz.

Weiter die Küste entlang kommen wir dann zu der Gedenkstätte für die Absturzopfer des Swissair Fluges 111 am 2. September 1998. Von hier aus sieht man schon den Leuchtturm von Peggy’s Cove. Heute liegt er ziemlich im Nebel, aber man kann erkennen das sich dort schon etliche Besucher tummeln.

In Peggy’s Cove finden wir direkt einen Parkplatz. Es ist wohl eines der berühmtesten Fischerdörfer und wohl auch das meist fotografierteste. Im Ort stehen gut 10-20 Maler mit Ihren Staffeleien und malen diverse Motive vom Hafen. Ein Food Truck bei dem man in 12 Minuten lernt wie man einen Lobster zubereitet bzw. halt auch selbst macht steht auch hier.

Es ist nicht klar wie weit es noch zum Leuchtturm ist, also nehmen wir das Auto. Es ist nicht wirklich weit und der große Parkplatz ist komplett belegt. Es gäb vielelicht eine Stelel wo man sich reinquetschen könnte, aber ich fahr zurück ins Ort. Unser alter Parkplatz ist nun weg. Dann doch zum Parkplatz und in die spezial Lücke stellen.

Der Leuchtturm liegt im Nebel. Aber Bilder mit blauem Himmel gibt es von dem Leuchturm ja genug. Ein Stück entfernt fängt ein Mann in schottischem Outfit mit Schottenrock an etwas aufzubauen. Anja liegt richtig. Er packt seinen Dudelsack aus und fängt an zu spielen. Wußte gar nicht, das ein einzelner Dudelsack so kräftig sein kann, das man das hier überall richtig gut hört. Ich hol mein Kleingeld raus und werf es in seinen Kasten und mache ein paar Bilder.

Gänsehaut pur. Ein Dudelsackspieler und im Hintergrund vom Nebel verschleiert der Leuchtturm. Gut das er momentan nur mir unbekanntes spielt, ich glaub bei Amazing Grace würde ich anfangen zu flennen, so genial ist die Szenerie.

Es wird Zeit und wir fahren unserer Endstation Halifax entgegen. Von unserem nächsten B&B haben wir zur Orientierung nur einen kleinen Stadtplanausschnitt von der Reservierung. Anja fragt daher an einer Tankstelle. Die Auskunft ist etwas verwirrend, da wir an der Ausfahrt Zero vom Highway abfahren sollen. Auf unserer Karte gibts die Ausfahrt 0 allerdings nicht.

An der Tankstelle macht ein Mann mit Golfausrüstung sein Auto sauber. Den fragen wir auch noch. Die Robbie Street in die wir müßen kennt er. Dort ist wohl auch sein Golf Club. Er ist zwar nicht aus Halifax, hat aber 10 Jahre hier gelebt und von daher kann er uns helfen. Mit Ausfahrt 0 ist wohl das Ende des Highways gemeint.

Wir finden die Robie Street und müßen nun nur noch die richtige Richtung raus finden. Erstmal fahren wir falsch. Wir müßen zur Hausnummer irgendwas mit 800 sind aber irgendwo bei vier/fünftausend. Am Ende der Strasse ist dann auch unsere Unterkunft, die sich zurecht At Robie’s End B&B nennt. Die Gastgeber sind chinesischer Abstammung und vielleicht etwas schwer auf englisch zu verstehen.

Nach dem ausladen des Gepäcks und etwas Small Talk, fahren wir an die Hafenfront. Die Parkplätze kosten Geld, aber was solls. Wir laufen die Promenade ab und machen dann im Waterfront Warehouse eine Pause bei einer Lobster Roll, was ein längliches Brötchen mit Hummerfleisch ist.

Wie es der Zufall will, liegt die Moby Dick III derzeit auch in Halifax. Es ist ein Stück zu fahren und schlußendlich finden wir den richtigen Yachthafen. Es muß noch eine neue Wetter Software installiert werden und ich soll dabei unterstützen.

Für die Transatlantik Fahrt von Halifax nach Südirland haben sich zu guter letzt doch noch genug Teilnehmer gefunden. Soviele, das sogar zweien noch abgesagt werden mußte. Wenn alles läuft wie geplant werd ich einen Teil der Crew in Irland sehen, wenn unsere Crew die Moby Dick III übernimmt und durch die irische See nach Oban - Schottland fährt.

Wieder in unserem B&B räumen wir unser Auto komplett leer. Ich rede kurz mit einem der Nachbarn, der gerade einen BMW 635 CSI wäscht. Wie sich raus stellt ein mit einem Turbolader getuntes Exemplar mit rund 450 PS. Jedenfalls freut er sich das ihn hier ein deutscher auf sein Auto anspricht.

Wir ordnen unser Gepäck und machen die Koffer so gut es geht fertig. Runter in die Stadt wären es 30 Minuten zu Fuß, also fahr ich lieber wieder mit dem Auto. Wir Bummeln noch etwas durch die Stadt und gehen dann in McKelvie’s Restaurant.

Es gibt nochmals das volle Programm mit einer Signature Fish Platter als Hauptspeise. Wir haben es nun tatsächlich geschafft für alle Abendessen in diesem Urlaub Fisch und Meeresfrüchte zu haben.

Am Hafen ist auch gerade das Halifax Jazz Festival. Wie wir später erfahren war wohl auch Chaka Khan da. Zurück im B&B packen wir dann noch die Koffer fertig.