Aktuelle Beiträge

Fahrt nach Telavi

  06:20 Uhr 

Kaum zu glauben aber wir waren zu früh am Kloster Nekressi. Ein Shuttle Bus bring einen die steile Straße zum Kloster. Er fährt allerdings erst, wenn genug Leute mit fahren. Auch eine halbe Stunde warten half nichts, es kamen keine weiteren Besucher. 200 Höhenmeter wollten wir uns nicht antun.

Von daher ging es erstmal weiter zu Festungskirche Gremi. In eine dunklen Raum hingen Fledermäuse von der Decke. Cool, das hatten wir bislang auch noch nicht gesehen. Nach einem Rundgang über die komplette Anlage ging es zurück zu unserem Van. Dort wir Otto von einem jungen Paar angesprochen, ob wir sie wohl nach Nekressi mitnehmen könnten. Na klar, mit zwei weiteren Personen erhöhte sich ja die Chance das wir den Shuttle Bus voll bekommen.

Laura und Beda kommen aus der Schweiz, St. Gallen. Beda ist auf Weltreise und hat schon drei Monate Türkei hinter sich. Laura ist quasi zu Besuch beim Weltreisenden.

Der Shuttle in Nekressi fährt nun endlich. Er braucht nur den ersten Gang und darf nicht stehen bleiben, da er sonst nicht mehr anfahren kann. Der Besuch im Kloster beschränkt sich auf 30 Minuten, da danach der Bus wieder nach unten fährt.

Bei besuchen in Kirchen und Klöstern ist für Frauen immer Kopftuch angesagt. Und bei nackten Beinen auch ein Rock, bzw. Ein Tuch das man sich umbindet. Das auch für Männer. Beides liegt meist am Eingang bereit.

Nach dem Besuch machen wir noch ein Gruppenbild mit den Schweitzer. Da sie zu Fuß unterwegs sind, nehmen wir sie noch bis zu Hauptstraße mit und wünschen für die Weiterreise alles Gute. Spoiler: Wir sollten sie nochmal treffen :smiley:

Weiter geht’s nach Telavi und auf dem Weg dahin sehen wir uns auch die Kathedrale Alaverdi an. Zuvor geht es direkt gegenüber zum Mittagessen.

Unser Hotel Arge, auch ein Weingut, liegt in Iqalto. Wie so oft erkennt man von außen nicht was sich hinter den Mauern verbirgt. Ein sehr großer Außenbeleuchtung mit Swimmingpool. Sehr schön. Ich gönne mir natürlich den Pool und leg mich auf eine der liegen zum trocknen.

Abendessen nehmen wir im Aussenbereich des Hotels. Es gibt Huhn in einer Knoblauch Milch Soße. Klingt ungewöhnlich ist aber tatsächlich sehr lecker.

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Sighnaghi, Gurdshaani und Kvareli

  06:48 Uhr 

Gestern war Weiterreise mit einigen Stops angesagt.

So ging es zuerst in das Frauenkloster Bodbe. Die Kirche dort wurde erst in den letzten Jahren gebaut.

In Sighnaghi ein Stadtrundgang. Ein Teil davon auf der noch erhaltenen Stadtmauer. Hier in den Straßen gab’s etliche kleine Läden, bzw. Souvenir Shops. Ist also schon sehr auf den Tourismus ausgerichtet.

Final ging es ins Museum. Neben zahlreichen Archäologischen Exponaten gibt es auch eine Dauerausstellung des Malers Niko Pirosmani. Zu seinen Lebzeiten hat er leider nur noch wenig von seinem Ruhm mit bekommen. Er wurde wie so oft erst nach seinem Tod berühmt.

Zum Mittagessen ging es ins Terrace Signagi. Es liegt oberhalb der Stadt mit einem tollen Ausblick über die Stadt. Die Straße dahin wird gerade gemacht, daher ist es aktuell nur eine Schotterstrecke. Otto bekam die Aufgabe uns was raus zu suchen, was er mit Bravour gemacht hat.

Auf der Landstraße fallen Otto Stände mit Feigen auf. Bei der nächsten Gelegenheit halten wir an um uns das anzuschauen. Tatsächlich faustgroße Feigen. Leider gibt es eine Mindestabnahme von 5kg. Aber hier werden die Feigen für den weiter Transport sortiert und von den aussortierten können wir uns kostenlos bedienen. Wir brauchen erstmal eine Anleitung wie man sie ist. Ganz einfach schälen wie eine Banane und fertig. Eine der Sortiererinnen spricht sogar deutsch, sie war wohl eine zeitlang in Stuttgart. Die Gegend um Stuttgart scheint hier irgendwie beliebt zu sein.

In Gurdshaani halten wir an einer Art Kiosk, naja ist so groß wie eine Einzelgarage. Eigentlich gibt’s da alles mögliche an Viehfutter aus eigener Produktion. Insider wissen aber das es hier auch eines der besten Sonnenblumenöle der Region gibt. Das Öl wird frisch in 0,5 Liter Flaschen abgefüllt. Wir hoffen das Öl heil nach Deutschland zu bringen.

In Kvareli checken wir ins Hotel ein. Kurz danach geht es direkt nebenan ins Weingut zur Führung und zur Wein Verkostung. Abendessen ist dann auch im Weingut angegliederten Restaurant. Es gibt u.a. Kebap und Schweinebauch bzw. Rippchen.

Nach einem Abschlusswein sind wir reif fürs Bett.

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Vashlovani Nationalpark

  19:14 Uhr 

Gegen 10:00 Uhr war Abfahrt in den Nationalpark. Die Landstraße dahin war bzw. ist in einem desolaten Zustand. Kurzerhand sind wir auf Feldwege ausgewichen. Dort ging es mit gut 60 km/h voran statt nur mit 10 bis 20 km/h auf der Landstraße. So ging es erstmal an etlichen Getreidefeldern vorbei, die aktuell abgeerntet werden.

Irgendwann ist man dann im Park. Es gibt nur noch Feldwege, die auf unserer Runde auch zu Offroad pur wurden. Sprich grober Schotter, tiefe Löcher, Wasserdurchfahrten oder auch direkt durchs ausgetrocknete Flussbett. Steil Bergab oder auch Steil Bergauf. Allrad mit Sperre ist absolut notwendig.

Gesehen haben wir nahezu alles was es zu sehen gibt. Schildkröten, Echsen, Blauracken, Bienenfresser, Adler, Hasen und natürlich auch Gazellen.

Etliches der Halbwüste ist mit Wermut bedeckt. Ab und an gab es auch einen grünen flachen Strauch, den Anja tatsächlich als Kapern identifizierte.

An einem hoch gelegenen Aussichtspunkt kam die Drohne zum Einsatz. Na ja sollte jedenfalls. Auf der Fernbedienung konnte ich bei der Sonne kaum was sehen. Da ich vorm Urlaub ja im Krankenhaus lag, konnte ich mir nicht anschauen wie die ganzen automatischen Drohnen Shoots funktionieren, bzw. überhaupt gestartet werden. Kurzum nix wars mit tollen Aufnahmen, und ich hab nur manuell ein wenig was probiert. Ohne Mobil Empfang gabs auch keine Chance mal schnell ins Handbuch zu schauen.

Wir fuhren bis zum östlichsten Punkt der möglich ist. Dort gibt’s noch 3 kleine Übernachtungshäuschen, die aber grad renoviert werden. Der Fluss dort ist auch die Grenze zu Aserbaidschan.

Dort machten wir uns auch über Proviantkiste her. Leicht gestört, von zahlreichen Mücken, die sich Aber dank Autan etwas zügeln Liesen. Anja und ich warfen uns dann noch unsere Jacken über um ganz sicher zu sein. Otto blieb bei T-Shirt und kurzen Hosen.

Insgesamt wurden wir bis dahin an drei Stationen kontrolliert. Also ob wir die Genehmigungspapiere auch haben um überhaupt in den Park zu fahren.

Auf anderen Wegen ging es dann wieder zurück. Insgesamt waren wir 180 km unterwegs. Durch tiefe Schluchten, hohe Aussichtspunkte, Flußbetten, karge Landschaft, sanfte Hügel wie auf einem Golfplatz, teils noch grün, hervorragendem Farbenspiel wenn die Sonne die Berge streifte. Anja vergibt 5 Sterne Plus.

Dank an unseren Fahrer und sein Auto, was einige wenige mal leicht Bodenkontakt hatte.

Gegen 19 Uhr waren wir zurück. Dreißig Minuten später gab’s Abendessen. Georgisch natürlich soviel, das kein Platz mehr auf dem Tisch ist. U.a, Rindergulasch, Bratkartoffel in Pommes Form, Bohnen, Käse, Brot, gefüllte Auberginen und vorweg Borscht mit Rindfleisch. Bei der Variante war keine rote Bete mit dabei. Die ist nur drin wenn kein Rindfleisch drin ist.

Mittlerweile ist es fast 22 Uhr und seit fast einer Stunde gewittert es hier.

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Fahrt nach Vashlovani

  18:30 Uhr 

Wir waren früh beim Frühstücken um danach gleich die Koffer zu packen. Um 10:00 Uhr hat uns Otto abgeholt, es geht Richtung Vashlovani Nationalpark.

Aus Tiflis Taus staut es sich etwas. Gut, es ist Sonntag und jeder will heute irgendwie raus aus der Stadt.

Kaum raus aus der Stadt wandelt sich auch schon die Landschaft. Es wird hügeliger und es sieht teilweise aus wie auf einem riesigen Golfplatz. Etwas weiter wird das Grün dann allerdings braun.

Wir erreichen das Felsenkloster David Gareji. Die andere Bergseite ist bereits Aserbaidschan. Bis vor 7 Jahren konnte man auch dort noch die Reste des Klosters besuchen. Wie in dem Reisebericht von Nina Heins „Kommt auf die Bucket Liste“ ist es jetzt nicht mehr möglich eben noch in Georgien und einen Schritt weiter in Aserbaidschan zu sein. Aserbaidschan beansprucht das Gebiet für sich und somit kommt man als Tourist da nicht mehr hin. Drohne fliegen ist daher im Grenzgebiet auch verboten. Ansonsten verstehen sich Georgier und Aserbaidschaner eigentlich recht gut. Gibt da wohl keine Streitigkeiten.

Wir schauen uns unseren Teil vom Kloster an und setzen die Fahrt dann fort.

Es wird Zeit zum Mittagessen. Mehrere feste Straßen Händler bieten hier was an. Otto kauft große Ochsenherz Tomaten, eine Art Feta Käse und längliche gebogene Brote. Alles Erzeugnisse frisch aus der Produktion des Händlers. Das Brot wir einen runden Tongefäss Tone direkt vor Ort gebacken. Tone sieht aus wie eine Tonne, die ca. ein Drittel eingegraben ist und ist aus Ton. Mit rund einem Meter Durchmesser. Unten glühen die Holzkohlen und das Brot wird an die Seiten geklebt, bis es dann durchgebacken ist.

Außentemperatur rund 30 Grad. In der Backstube einiges Heißer. Im Backofen, in dem die Bäckerin nahe zu halb verschwindet herrscht Glut Hitze. Wahnsinn!

Direkt nebenan gab’s dann noch Maulbeeren frisch vom Baum direkt in den Mund.

An so einer Location, direkt neben der viel befahrenen Landstraße hätten wir nie angehalten. Dank an Otto das er es gemacht hat und wir uns diese traditionelle Art Brot zu backen sehen konnten. Abgesehen davon war alles super lecker. Es macht doch immer mal wieder Sinn einfach mal was Neues zu probieren.

Weiter geht’s zum Vashlovani Nationalpark. Also heut erstmal zum anmelden bzw. unsere Papiere abholen. Einmal durch den Park geht es dann morgen.

Wir machen noch einen Abstecher in die Adler Schlucht. Sehen aber nur in weiter Entfernung einen Gänsegeier. Man kann nicht alles haben.

In Dedoplistskaro ist mit dem Savannah Guest House unsere nächste Übernachtungsstation für zwei Tage.

Gab gerade Abendessen. Wie in Georgien üblich sehr reichlich, dass es nicht möglich ist das alles zu schaffen.

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Tiflis Stadtführung Teil 2

  08:01 Uhr 

Gestern ging es um 10:30 Uhr los, Toni hat uns zu Fuß abgeholt. Als erstes ging es ins Nationalmuseum. Hier gabs unter anderem eine interessante Ausstellung zu der Sovjet Zeit.

Weiter durch die Stadt, das arabische Viertel und dann zum Flohmarkt. Da fing es leicht zu regnen an. Es gab 2-3 Stände, die alte Kameras anboten. Meist Sovjetische Marken wie FED oder Zorki. Ein altes 50mm Nikon Objektiv wäre evtl. was gewesen. Konnte mich aber beherrschen.

Ein kurzes weiter gings in ein Restaurant zu Mittagessen. Hat leider etwas gedauert und die Khinkali hatten Sie vergessen. Praktisch das Toni uns hier immer was raus sucht, was wir sonst wahrscheinlich nie selbst bestellt hätten. Alles bislang auch sehr lecker.

Dann ging es an ein altes Industrie Gebäude was nun einem anderen Zweck dient. Etliche Bars, Cafés und Geschäfte nutzen es nun. Sehr gut gemacht. Ein alter VW Bus erweckt meine Aufmerksamkeit, da er im Innern eine FotoBox installiert hat.

Wie das so ist werde ich fotografiert, als ich den Bus inspiziere. Mein Fotograf hat eine digitale Mamiya Medium Format Kamera, mit Wahnsinns Auflösung und sensationellen Farben dank CCD Sensor. Muss natürlich unbedingt mit ihm nerdischen Kamera Smalltalk machen. Eigentlich fotografiert er ja mit Leica. Er gewinnt das Kameraquartett eindeutig, was digitale Leicas angeht. Bei Schraubleicas lag ich allerdings vorne. Er wohnt in Dubai, ist Architekt und stammt aus Indien. Hier an dem Industriegebäude ist er weil es hier ein Analoges Fotogeschäft gibt, was Filme entwickelt und auch einscannt. Cool, hab leider keine analoge Kamera mit.

Anja und Toni mussten etwas auf mich warten, nun geht’s weiter durch die Straßen mit Alter Architektur. Etlichen Häuser sieht man das Alter von über 100 Jahre deutlich an. Wie es darin wohl aussehen mag?

Wir stehen vor einer einfachen Tür ohne jegliche Schilder. Toni will sein Auto holen und meint wir sollen da mal rein gehen und einen Kaffee trinken. Wow!!! Im Innern ein schickes Restaurant mit einem sogenannten italienischen Garten im Hinterhof. Wird nur so genannt, hat aber wohl Nix mit Italien zutun. Gesagt getan. Wir lernen das wir in Ninia’s Garden sitzen. Aktuell ein seht angesagtes Restaurant von einer bekannten Köchin.

Per Auto geht’s weiter zu dem künstlich angelegten See. Von da in den Gardenia Shevardnadze. Ein sehr hübsch angelegter Bezahl Garten, der auch für Konzerte oder Hochzeiten genutzt wird. Pflanzen kann man auch kaufen, Anja beschränkt sich aber auf Tomaten Samen. Wir nehmen noch drei Espressi, bevor wir uns zum Abendessen aufmachen.

Erneut irgendwo in einer Straße mit alten Häusern, Zustand schon sehr renovierungsbedürftig. Hier wären wir nie alleine hin gekommen. Wieder gibt es eine einfache Tür ohne irgendwelche Beschriftung. Tür auf und erneute die volle Überraschung, wir sind im Shavi Lomi, dem Scharzen Löwen. Dem angesagtesten Restaurant aktuell. Auch hier im Hinterteil ein Garten mit zahlreiche Tischen. Leider regnet es leicht und es ist Samstag. Das Restaurant ist komplett ausgebucht. Wir müssen uns was anderes Suchen.

Wir Essen dann im Stamba. Toni hat diverse vegetarische Speisen bestellt. Darunter sensationelle Bohnen.

Gut gestärkt dann mit der Seilbahn hoch nach Mtazminda. Ein Vergnügungspark auf dem Berg. Wir genießen nur die Aussicht beim Sonnenuntergang und wie langsam die Lichter der Stadt angehen.

Fas 12 Stunden später gegen 22 Uhr endet der zweite Tag Tiflis. Wir sind geschafft, aber glücklich. Was für eine Stadt.

Gleich geht’s weiter, raus aus Tiflis wohl zum Höhlenkloster.

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