Rund um Kutaisi
Es geht erstmal in die Prometheus-Höhle. Eine riesige Tropfstein Höhle mit mehreren Hallen. Die Führung dauert rund 45 Minuten und an verschiedenen Stellen auch eine entsprechende Erklärung. Der Weg in der Höhle ist gut ausgebaut. Teils gibt es Musik und die Beleuchtung ändert ihre Farbe. Wir haben schon einige Höhlen besichtigt, aber das war die bislang größte.
Es gibt die Möglichkeit per Extra Ticket, per Boot aus der Höhle zu fahren. Machen wir natürlich. Gut das es dazu Helme gibt. Die Decke am Anfang ist recht niedrig und so scheppert es gleich ordentlich bei mir.
Ein Bus bringt uns dann wieder zurück zum Ausgangspunkt.
In Kutaisi gibt es zahlreiche Prachtbauten aus der Soviet Zeit. Meist Sanatorien oder Bäder. Die meisten stehen leer und verfallen langsam.
Quelle 6 ist hier die Ausnahme. Das Bad wird noch genutzt und ist auch in super Zustand. Wir schleichen uns rein, da wohl eine Hälfte Stalin gehört hat und da wohl noch sein Zimmer zu finden ist. Ist leider geschlossen.
Der Park direkt daneben hat schon bessere Zeiten gesehen. Dort gehen wir zu einem Lost Place. Beim Betreten besteht Lebensgefahr. Ein rundes Gebäude wie ein UFO. Im Innern rings rum im Kreis angeordnete Badebecken. Ich finds cool, Anja so naja.
Rauf zum Kloster Kutaisi und besichtigen, dann wahrscheinlich unerlaubt von der alten Klostermauer einmal über die Stadt geblickt. Abschluß ein Cappuccino und ein karamellisierten Pfannkuchen im Café gegenüber.
Mit dem Auto geht’s dann runter in die Stadt, die wir zu Fuß erkunden. Der Versuch Briefmarken zu ergattern schlägt fehl, da die Post schon zu hat. Eigentlich offen und die Angestellten war noch da, aber halt zu. Im Stadtpark machen wir eine Rast, während Toni das Auto holt.
Zurück in der Unterkunft und frisch gemacht fürs Abendessen. Ich treffe Majia, die Chefköchin und erkläre mit Händen und Füßen, dass ich heute den Gürtel aus der elastischen Hose gelassen hab um ausreichend Platz fürs Abendessen zu haben. Sie lacht sich schlapp.
Wir sitzen draußen auf der Terrasse. Am Nachbartisch eine Familie aus England, die mit dem Essen schon ziemlich fertig waren. Die Frau muß jedesmal lachen, wenn bei uns die nächste Speise auf den Tisch kommt, bis bei uns kein Platz mehr ist.
Wir unterhalten uns und Sie sind auf eigene Faust mit einem Leihwagen unterwegs und haben grob die selben Stationen wie wir.
Im Hof sitzt eine größere Gruppe zum Essen. Wohl ein Folklore Verein aus der Schweiz. Jedenfalls fangen sie irgendwann zum Singen und tanzen an. Unsere Gastgeberin vorne mit dabei.
Die Schweizer müssen irgendwann los. Kurz vorher wird noch enthüllt welches Auto sich unter der schwarzen Abdeckung befindet. Es ist eine 1977 Corvette in rot. Gehört wohl Majias Sohn, der in Tiflis wohnt.
Die Nacht wir durch lautes Geschrei unterbrochen. Argentinien spielt wohl gegen England und irgendwo in der Nähe wird das lautstark geschaut.
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