Good Old Germany

Schlags kaputt sind wir wieder in Deutschland angekommen.

Nachdem wir gestern unsere Koffer einchecken konnten, ging es vor der Sicherheitskontrolle in eine kleine Bar. Von dort aus dann durch den Security Check in ein Seafood Restaurant für ein kombiniertes Mittag-/Abendessen.

Rechtzeitig waren wir dann auch an unserem Gate. Das Bording verzögerte sich dann aber um 30 Minuten, das es ein Catering Problem gab. Im Flieger waren wir erst erfreut, das wir in der Reihe der Notausgänge saßen. Das bedeutete endlose Beinfreiheit. Leider gab es bei uns auch eine Toilette und zwar nur auf einer Seite. Demnach stieg alles über uns, um an die Toilette zu kommen. Zudem war es bei uns extrem kalt.

Kurz nachdem der Flieger vom Gate weggeschoben wurde und es los gehen sollte, kam die Durchsage ob ein Arzt an Bord sei, was der Fall war. Der Pilot entschied sich zurück ans Gate zu gehen. Besser hier am Boden, als einen medizinischen Notfall in der Luft zu haben. Zahlreiche medizinische Notfall Kräfte kamen dann an Bord. Schlußendliche wurde ein Mann, mittleren Alters, per Rollstuhl aus dem Flugzeug gebracht. Seine Frau und sein Kind verliesen ebenfalls den Flieger.

Der Mann hatte entweder einen Kreislauf Kollaps, oder einen Infarkt. Jedenfalls hat er bei dem Anfall ersteinmal alles erbrochen, war er in sich hatte. Eventuell hat ihm die Verzögerung durch das Catering Problem das Leben gerettet. Den sonst wären wir zu dem Zeitpunkt schon in der Luft gewesen.

Mit Abflug war dann erstmal nichts, da erst die Koffer der Familie aus dem Flieger entladen werden mussten. An Bord gab es jetzt erstmal für jeden Wasser zum trinken.

Die Koffer waren ausgeladen. Dann mußten nur die anderen Koffer wieder in den Flieger und es hätte los gehen können. Leider nur hätte, denn nun versagte das Pushback Fahrzeug, was den Flieger vom Gate weg schiebt. Der Pilot erwähnte in seiner Durchsage das Ersatzteile auf dem Weg seien, bzw. ein Ersatzfahrzeug geordert werden würde. Irgendwie verfolgte uns das Thema mit den Ersatzteilen schon die letzten Wochen täglich. So fragten uns auch zwei Stewardessen, die unsere Geschichte mittlerweile kannten, unabhängig voneinander ob wir die Probleme vielleicht anziehen. Nun gab es neben dem Wasser auch noch eine Runde Snickers für jeden Fluggast.

Nach drei Stunden Verzögerung hoben wir endlich ab. Wie wir erfuhren bestand das Catering Problem darin, das falsche Getränke eingeladen wurden. So kamen wir noch in den Genuss eines Aperitifs. Die Nacht war wenig erholsam. Wir hatten zwar Beinfreiheit, die Sitze waren aber recht eng. Außerdem war es recht frisch und häufig kraxelte jemand über uns auf dem Weg zur Toilette.

Unser Abholservice in Frankfurt funktionierte hingegen erstklassisch. Zum Glück haben wir ja alle eigentlich noch eine Woche Urlaub, die wir wohl zum erholen brauchen.

Washington

Das Frühstück im Motel bestand nur aus einer Kaffeekanne. Kaffee wie immer nicht besonders. Also einen Diner suchen. Wir landeten dann beim echten Mexikaner. Frühstück war soweit okay, der Kaffee aber auch nicht wirklich was tolles.

Da unser Flug erst gegen 21:25 geht, ging es noch nach Washington zum Sightseeing. Aufgrund des Memorial Days, einem Feiertag am letzten Montag im Mai zur Ehren der im Krieg fürs Vaterland gefallenen, waren einige Strassen gesperrt. Wie sich herausstellte war ab 12:00 Uhr eine große Motorrad Parade angesagt.

Wir fanden mit etwas Glück einen Parkplatz und nahmen erstmal bei Starbucks einen Kaffee. Dann gings zum Weissen Haus, dem Washington Monument und dem Lincoln Memorial. Bei einem der zahlreichen Food Trucks gabs dann was auf die Hand. Na ja, der Wrap war ziemlich trocken.

Um 12:00 Uhr startete dann die Motorrad Parade mit der Polizei Staffel. Etliche hundert (tausend?), meist Harley Davidsons nahmen an der Parade teil. Leider fing es eine halbe Stunde nach Beginn erst leicht und dann heftiger zu regnen an. Wir stellten uns unter und gingen dann erneut über Starbucks zu unserem Auto.

Die Fahrt zum Flughafen dauerte länger als geplant, da etliche Besucher der Parade ebenfalls aus der Stadt wollten. Fast 7 Stunden vor Abflug waren wir dann jedenfalls hier am Airport und konnten uns schonmal per Internet einchecken. Jetzt heißt es warten.

Stop ...
White House
White House
Washington Monument
Lincoln Memorial
Food Trucks
Motorrad Parade
Impressionen Motorrad Parade
Impressionen Motorrad Parade
Impressionen Motorrad Parade

Richmond - Alexandria

Unser gestriges Motel, das Whitten Inn in Santee, war großteils eine Baustelle. Der Swimmingpool völlig runter gekommen und ohne Wasser. Auf dem riesigen Frühstücksbufett, gabs nicht wirklich was, außer Waffeln und Corn Flakes. Der Kaffee hat die Bohnen auch nur von weitem gesehen.

Jedenfalls war gestern Abend in der Margarita Launch (5$ Eintritt) noch einiges los. Eine Geburtstagsgesellschaft (angeblich ein 84’ter) feierte mit einer vier Mann Band. Die Jungs spielten ordentlich auf und zu ZZ Top liesen es sich ein paar ältere Damen nicht nehmen Ihren Line Dance aufzuführen.

Die Germans sprachen sich natürlich rum und so gab es etliche Unterhaltungen. Meist draußen im Freien, wo es alle Raucher hin verschlagen hatte. Wir waren so vertrauenswürdig, das wir sogar in der Deckung aus einem Kofferaum den hier schwarz gebrannten Moonshine probieren durften. Ein um die 70% Schnaps, der bei Mondschein versteckt im Wald destilliert wird. Er wird dann wohl noch mit einer Sirup versüßt, so dass man ihm den Alkohol nicht anmerkt. Typischerweise in Marmeladengläsern abgefüllt. Auf DMAX gibt es sogar eine Doku Serie zu den Moonshiners: DMAX Moonshiners

Und weiter ging die große Fahrt. Gegen Nachmittag kamen wir in Richmond an. Dort hielten wir an und machten einen Fußmarsch über die Robert E. Lee Memorial Bridge nach Belle Isle und dort einmal rund um die Insel. Der James River führte gerade extremes Hochwasser, was ihn zu einem reissenden Fluß machte. Trotzdem konnten es einige Unvernünftige (nicht wir) nicht lassen in den Fluß zu gehen.

Robert E. Lee Memorial Bridge nach Belle Isle
James River

Gegen Abend waren wir dann in Alexandria. Hier ein Stadtbummel mit dem Ziel was zum Abendessen zu finden. Wir kamen in einem guten Seafood Restaurant unter. Auch hier muß man festellen, das die USA ziemlich laut ist. Trotz einem eher besseren Restaurant war es so laut, das man fast schreien muß um sich mit seinem Tisch gegenüber zu unterhalten.

Alexandria
Alexandria, Michelle for President
Alexandria

Abschluß war im nächsten Motel nahe Washington, in dem auch etliche Harley Biker ihr Nachtlager hatten. Wir nahmen noch einen Absacker an unserem Auto, wo wir die letzten Wein und Cider (Apfelwein) Vorräte aus unserer Styropor Kühlbox tranken.

Zwei daneben stehende Biker prosteten uns zu und meinten nur “Our Liquor is quicker” (Unser Alkohol ist schneller). Auch sie hatten Ihren Moonshine dabei.

Charleston

Road Movie mäßig ging es heute mittag per Auto los nach Washington. Erster Zwischenstopp mit anschliessender Übernachtung war Charleston.

Charleston zählt zu einer der schönsten Städte der USA. Wir fanden an einer Parkuhr noch einen Parkplatz und machten uns dann zu Fuß auf. Die Frage in einem Hotel nach Zimmer wurde mit einem ziemlich hohen Preis beantwortet. Hier direkt zu übernachten konnten wir daher vergessen.

Nach der Erkundung auf eigene Faust entschlossen wir uns eine der angebotenen Kutschfahrten zu machen. Freddie unser Zugpferd meisterte seine Aufgabe briliant. Auch der Kutscher und Tourguide machte seine Aufgabe sehr gut.

Abendessen gab dann im Bubba Gump, dem vom Forrest Gump Film inspirierten Seafood Restaurant. Danach ging es mit dem Auto weiter, bis wir in Santee das Motel Whitten Inn fanden.

Charleston
Charleston
Charleston Markthalle
Charleston Sklaven Markt
Charleston Freddie
Charleston Bubba Gump

Savannah Abschluss

Wir haben beschlossen unsere Reise hier abzubrechen und Sonntag Abend von Washington aus zurück zu fliegen. Damit war gestern unser letzter Tag in Savannah.

Am Vormittag waren noch einige Aufgaben zu erledigen. Unter anderem war zu klären ob das Boot länger als die geplanten und genehmigten 6 Monate in den USA verbleiben kann. Weiterhin mußte eingekauft werden, da wir Abends zum grillen bei einem Bekannten, der in frühen Jahren in die USA ausgewandert war und 10 Minuten vom Savannah Yacht Club sein Haus hat, eingeladen waren. Es sollte erstklassische Steaks geben.

Nachmittag ging mit relaxen oder neudeutsch tchillen rum. Ich schnappte mir meinen Foto und ging auf Motivjagd im Yachtclub. Der Adler, den ich erwischte, hatte tatsächlich gerade Beute gemacht und hat den Fisch noch in seinen Krallen. Von den Delphinen, die bei Hochwasser in den Hafen kamen, konnte ich leider nur eine Rückenflosse erwischen. Oder war es gar ein Hai?

Adler mit Fisch
Savannah Yacht Club
Savannah Yacht Club
Delphin im Hafen

Da es eine Abkürzung zu unserer abendlichen Location geben soll, machte sich ein Stoßtrupp auf, diesen zu Fuß zu erkunden. Leider vergeblich. Allerdings ist es wohl auch eine Abkürzung, die durch einige Privatgrundstücke führt. Da wir bei der Erkundung schon angesprochen wurden, was wir in der Wohngegend den machen würden, entschlossen wir uns dann doch Abends das Auto zu nehmen. Hier passen die Nachbarn gegenseitig auf sich auf. Wenn dann drei Typen hier rum laufen, zudem noch einer mit Foto und großem Objektiv, wird man mißtrauisch und läßt schonmal den Hund raus. Richtige Zäune gibt es hier ebenfalls nicht und so werden die Hunde alle mit elektronischen Halsbändern innerhalb des eigenen Geländes gehalten.

Das Abschlußgrillen war sensationell. Die Steaks auf den Punkt. Die Getränke Eis gekühlt. Dank den Fliegengittern am Dock House lies es sich lange aushalten. An der Stelle nochmals vielen Dank an unseren Gastgeber und seine Frau!

Den rest erzählen die Bilder:

Dock House
Sonnenuntergang
Sonnenuntergang

Italiener

Heute gabs nicht viel, außer das wir beim Italiener “Little Italy” zum Essen waren. Die Original italienische Pizza ist hier ziemlich dick. Ansonsten wars lecker. Abschluss Absacker gabs dann nebenan im Irish Pub.

Italiener

NASA

Wie immer waren wir frühzeitig auf und machten uns auf Frühstücks Suche. Fündig wurden wir in einem der zahlreichen Diner. Es gab das übliche: Eier mit Speck, Hashbrowns, Waffeln und Ahornsirup.

Wenige Minuten vor 09:00 Uhr standen wir am Eingang zum Kennedy Space Center, welches auch erst um 09:00 Uhr aufmacht. Und zu diesem Anlaß gab es dann die Nationalhymne, wozu sich dann jeder zur Fahne dreht und inne hält.

NASA Eingang

Der Eintritt betrug 50$. Zusätzlich holten wir noch für einen von uns den elektronischen Sprachführer in deutsch. Dort stiessen wir auch zum ersten mal auf den berühmten Satz “Failure is not an option” (Misserfolg ist keine Option), der quasi auch für uns galt.

Failure is not an option

Im Außenbereich geht es dann erst einmal an zahlreichen Raketen vorbei.

Raketen

Dannach haben wir uns gleich für einen der Busse angestellt, der raus zu den Startrampen fährt. Dort ging es dann unter anderem an Space X vorbei, sowie einigen der Abschussbasen und Transportraupen. In den zahlreichen Tümpeln waren fast immer zahlreiche Aligatoren zu sehen.

Space X
Abschussbasis

Der erste Stopp der Außentour für ins Kontrollzentrum der Apollo Missionen. Dort wird mit viel Licht und Toneffekten der Start einer Saturnrakete nachgestellt. Danach führt der Ausgang direkt in eine große Halle in der eine Saturn Rakete in voller Länge ausgestellt ist. Schon beeindruckend.

Kontrollzentrum
Saturn

Zurück gehts dann wieder mit dem Bus. Ankunft ist direkt am Eingang zur Atlantis, eines der Space Shuttles, Ausstellungen. Auch hier waren wir mit die ersten. Die Ausstellung beginnt mit einem dunklen Raum, in dem auf einer eher kleinen Leinwand ein paar Infos gezeigt werden. Nach dem Einführungsfilm geht es in den nächsten Raum. Dort steht man dann in einem halbkugelförmigen Kino. Hier dann in tollen Bildern alles was zu den Space Shuttle Missionen, im besonderen der Atlantis, zu zeigen ist. Abschluss ist dann ein Sternenhimmel im kompletten Raum hinter dem dann nach den Worten “Welcome back home Atlantis” das Space Shuttle auftaucht. Dann geht auch schon die Leinwand hoch und man merkt das die Atlantis nicht vom Film kam, sondern ganz real hinter der Leinwand in einer riesigen Halle hängt. Die Show stimmt auf alle Fälle.

Atlantis
Astronaut
Atlantis

Nach der Atlantis gabs noch ein Eis und dann ging es per Auto zurück nach Savannah. Immer wenn man in einen Bundesstaat einfährt gibt es am Highway ein entsprechendes Visitor Center. Praktisch, da wir dort jedesmal neue Karten für unsere Fahrt holen konnten.

Der Bundesstaat Georgia machte darauf aufmerksam, das Guardians of the Galaxy Vol.2 dort gedreht wurde. Da konnt ich natürlich nicht wiederstehen mich mit den Schauspielern ablichten zu lassen

Guardians of the Galaxy Vol.2

Auf nach Florida

Vier von uns sind heute mit dem Auto nach Florida aufgebrochen. Einer blieb am Boot. Ziel ist Cape Canaveral.

Die erste Rast machten wir auf Jekyll Island, was eine kleine Eintrittsgebühr kostete. Dort gabs dann auch in einer Strandbar das Mittagessen.

Jekyll Island

Weiter ging es nach St. Augustine. Zuerst zum Leuchtturm, um das Foto zu machen, das wir da waren.

St. Augustine Lighthouse

Danach dann ins Beachcomber, auf einen Trink. Die Strasse führt hier direkt auf den Strand. Leider nur für Allrads und nix für uns.

Beachcomber

Weiter nach Daytona Beach. Hier hatten wir uns eigentlich mehr erwartet. Aber nix los in der Stadt.

Daytona International Raceway

In Port Orange haben wir dann noch eine Bekannte aus Gernsheim besucht, die mittlerweile 16 Jahre in den USA lebt. Nach dem Abendessen im Chilis gings dann noch weiter, bis wir vor kurzem ein Motel fanden.

Springfield

Irgendwoher hatten wir den Tipp bekommen, das es im Hinterland von Savannah noch aussieht wie vor hundert Jahren. Also ab ins Auto und mal durch die Gegend gefahren. Na ja, so wirklich was haben wir nicht gefunden. In Springfield haben wir dann getankt und waren im Huddle House zum verspäteten Frühstück bzw. Mittagessen.

Es gab reichlich und auch immer mit ordentlich viel Kalorien. Nicht umsonst hatten die kräftigen Bedienungen alle den Spruch “Don’t trust a skinny cook” auf Ihren Shirts (Vertraue niemals einem schlanken Koch.).

Huddle House Springfield

Craft Beer und Hamburger

Heute ging es nochmals in die Stadt. Am Nachmittag in die Service Brewing Co., eine kleine Craft Bier Brauerei. Eigentlich darf dort direkt kein Bier ausgeschenkt werden. Um das trotzdem zu ermöglichen, muß man eine Führung eine Führung durch die Brauerei buchen, bei der dann 6 Probiergläser Bier dabei sind. Ob man die Führung dann mitmacht, oder nicht, ist egal.

Zum Craft Bier gabs wie immer geteilte Meinungen. Von super lecker bis schmeckt nicht.

Service Brewing Co.
Service Brewing Co.

Nach der Bierprobe ging es dann in ein angesagtes Hamburger Restaurant, das Crystal Beer Parlor. Wie der Name schon sagt gab es hier auch endlos viele Biersorten im Ausschang.

Crystal Beer Parlor