Canouan

Die Überfahrt ist geschafft und somit auch die letzte Nachtschicht. Die 105 Seemeilen zog sich und es war ein böses Geschaukel.

Ein kleiner Baracuda konnte noch kurz vor Ankunft gefangen werden.

Wir sind jetzt in Canouan vor Anker. Einklarieren ist angesagt. Da Wochenende ist muss das ganze am Flughafen erledigt werden.

Der Motor vom Beiboot streikt um unsere zwei Abgesandten über zu setzen. Ein Einheimischer hilft aus. Schneller als Gedacht ist der Schreibkram erledigt. Das Büro im Hafen hatte noch auf. Also können wir direkt wieder aufbrechen um in unsere Ankerbucht zu kommen.

Baracuda
Canouan

Crew aufgefrischt

Gestern gabs Hamburger hier im Yachtclub. Lecker und eigentlich viel zu viel.

Irgendwie leben wir noch in unserer “alten” Bordzeit, was soviel heisst, dass wir immer früh gegen 6/7 Uhr wach sind.

Wasser und Sprit wurden gebunkert und das Schiff fertig gemacht um weiter auf die Grenadines nach Canouan zu fahren. Etwas über 100 Seemeilen. Somit steht ein ganzer Tag plus einer Nacht auf dem Programm.

Unsere Crew wurde durch zwei Leute aufgefrischt, dafür verläßt uns gleich ein Atlantik Überquerer. Er macht noch zwei Tage Barbados und fliegt dann Sonntag heim ins winterliche Deutschland.

Inselrundfahrt

Heute war Inselrundfahrt angesagt. Abschluss war in der Mount Gay Rum Brennerei. Danach ging es in den Supermarkt zum einkaufen. Größeres Problem gab es beim bezahlen, da wir keinen Ausweis mit Bild dabei hatte. Hat nach endlosen Diskussionen dann doch geklappt.

Derzeit wird alles veräumt. Danach werden wir evtl. noch was kleines Essen gehen hier direkt im Yachtclub.

Barbados
Mount Gay

Barbados

Gestern Vormittag, früher als gedacht, sind wir in Barbados angekommen. Nach 1-2 Stunden einklarieren und etlichen Dokumenten waren wir endlich offiziell angekommen.

Im Hafen haben wir nach unserem Propeller geschaut. Angelschnur hat sich wohl schon bei einer vorherigen Crew im Cutter verfangen und ist nun zu einer festen Masse verschmolzen. Nicht schön.

Hier im Yachtclub gabs dann Bufett, was nahtlos an die Welcome Party über ging.

Heute ist Landausflug angesagt. Jetzt gehts erstmal rüber in den Yachtclub zum Frühstücken.

Land in Sicht

Gestern war wieder den ganzen Tag Motor angesagt. Zum Abend gab es auf dem kräftig schaukelnden Boot Gulasch mit Reis.

Heute Nacht konnten wieder Segel gesetzt werden. In der Dämmerung war dann auch Barbados in Sicht.

Bei teils 20 Knoten Wind gehts nun schnell unserem ersten Ziel entgegen.

Segeltag

Gestern war bereits bei der Nachtwache gegen 02:00 Uhr klar, das wir mit unserem Diesel nicht bis Barbados kommen werden. Also Segel hoch und erstmal einen etwas anderen Kurs eingeschlagen.

Der Wind hielt sich und die Richtung änderte sich zu unseren Gunsten. Endlich mal ein Segeltag wie wir ihn uns wünschten.

Im Laufe des Tages bekleiteten uns zwei Delfin Schulen mit je 20 - 40 Tieren. Immer wieder schön anzuschauen.

Ein Mahi-Mahi wurde auch gefangen, allerdings dank unserer guten Verpflegungssituation wieder frei gelassen.

Zum Abendessen gabs Thunfischsalat mit selbst gebackenen Brötchen.

Wie gehabt

Viel gibts nicht. Kein Wind. Viel Sonne. Schlafen, Lesen, backen, kochen, Tagwache, Sundowner, Nachtwache und das ganze dann wieder von vorne.

Freitag Abend gabs nochmals Mahi-Mahi Würfel mit Tzaziki.

Gestern früh gabs auch auch mal einen spitzen Sonnenaufgang.

Gestern war nochmals baden mitten im Atlantik angesagt. Bei der Hitze immer eine willkommene Abwechslung. Wobei hier auch unsere per Lenzpumpe betriebene Außendusche immer mal für Abkühlung sorgt. Zu Essen gab es gestern mit Schinken ummantelte Käsehappen und kleine Salami-Käse Burger mit selbstgebackenen Brötchen. Zum Abend dann Spaghetti Bolognese.

Zum Sonnenuntergang gibt es mittlerweile Gin mit selbstgepresstem Limonen oder Orangensaft. Viel Orangen sind nicht mehr da. Wir hoffen unser Smut steigt nicht auf Gurkensaft für den Gin um.

Die Nachtwachen wurden wieder vom Wind hinters Licht geführt. 15 Knoten Wind, Roll-Fock und Besan hoch. 10 Minuten später nur noch 6-7 Knoten Wind direkt von achtern. Alles wieder runter. Regen, also Regenjacke an. Kurze Zeit später wieder Wind aus etwas anderer Richtung. Besan auf die andere Seite, Roll-Fock raus. Regen hört auf, Wind bricht wieder zusammen. Segel wieder rein. Regenjacke aus und darunter Batsch-Nass geschwitzt. Wind wird wieder stärker. Jetzt kann er uns mal. In der Nachtwache zieh ich kein Segel mehr hoch.

Highlights heute der Katamaran “Sea To Sky” der hinter uns auftauchte und mit dem wir auch kurzen Funkkontakt hatten.

Dann eine Boje, wir nehmen an eine verankerte Wetterstation, die wir knapp passieren. Ein weiterer Biss an der Angel, der den halben Kunstoff Köder zerlegt.

Und gerade eben eine größere Gruppen von kleinen Walen.

Alles wie gehabt, wobei heute schon viel geboten wurde. Zum Kaffee gabs einen Schokino Fertig Backmischungskuchen. Bei 32 Grad Salon Temperatur war der Schokoguss eine Herausforderung. Auch beim Essen waren alle mit Schokolade verschmiert.

Mittlerweile ist das zwei Mann starke Empfangskomitee auf Barbados angekommen. Wir werden noch bis Mittwoch, eher Donnerstag brauchen und hoffen auf Wind und das der Diesel reicht.

Sonnenaufgang
Schokino

Erster ARC Segler

Gestern Abend gab es Mahi-Mahi mit Linsensalat. Wir haben uns vorgenommen die Tagesmenues auf zwei zu beschränken. Sprich spätes Frühstück und Abendessen vor Sonnenuntergang. Zum Kaffee gab es gestern noch Brownies aus der fertig Backmischung.

Wir haben die Motordrehzahl auf 1000Upm gedrosselt. Damit verbrauchen wir ein drittel weniger Diesel als mit 1200Upm. Ab und an schieben die Segel noch etwas, dann sind wir mit knapp 6 Knoten unterwegs. Demnach wird es Mittwoch bzw. eher Donnerstag, bis wir auf Barbados ankommen.

Stimmung weiterhin gut. Wetter ebenfalls. Wobei weniger Sonne auch mal recht nett wären.

Tageshighlight bislang ein Segler schräg hinter uns. Wir vermuten es ist die Segelyacht Lady Bizoe, die anscheinend die ARC (Atlantik Race für Cruisers) anführt. Entfernung rund 10 SM. Allerdings kein Echo auf dem Radar, als auch kein AIS Signal von ihr.

Bergfest

Der gestrige Tag stand komplett im Zeichen unseres Bergfestes. Sprich der Hälfte unserer Atlantik Überquerung. Hierfür hatten wir das erreichen des Längengrades bei 42°30.0 W als Ziel gesetzt, den wir bereits am Mittwoch 01:52 Uhr passierten.

Als weiters Highlight wurde ein weiterer Mahi-Mahi geangelt. Mit 1,34m Länge und knapp 10kg, der bislang größte.

Badetag war auch angesagt. Leine mit Fender hinten raus und mitten im Atlantik baden gehen. Wassertemperatur 22-24 Grad.

Zum Abendesssen gabs den nicht definierten Fisch als Vorspeise. Hauptspeise Rinderbraten mit Nudeln.

Wir haben immer noch knapp 800 sm vor uns und rund für 500 sm Diesel. Heißt also langsamer unter Maschine fahren und hoffen, das noch Wind aufkommt.

Jedenfalls war der Sonnenuntergang gestern bislang der beste.

Mahi-Mahi
Sonnenuntergang

Kein Wind

Wir haben keinen Wind. Mit den 3 bis 8 Knoten können wir nicht viel anfangen, also läuft der Motor durchgängig. Unser Wasser in den Wassertanks im Maschinenraum ist mittlerweile schon so heiß, das es direkt zum spülen genommen werden kann.

Der Himmel ist nahezu unbedeckt und die Sonne gibt alles.

Unser Tagesabläufe gleichen sich jeden Tag. Irgendwann morgens Frühstück, meist Rühreier, da wir ja 400 Eier dabei haben. Zwei Leute haben dann immer Wache, der Rest hat frei. Freizeitgestaltung nach Wahl: Angelzeug präparieren, Spülen, Lesen, backen, schlafen.

Montag gab es einen Eier-Senfsalat zum Mittag. Abends dann Mahi-Mahi mit Kartoffel Tomatensoße.

Montag wurden wir dank des guten Wetters, auch mit einem sensationellen Sonnenuntergang belohnt. Auch Nachts ist der Himmel klar und ohne irgendeine Lichtverschmutzung ist der Sternenhimmel gigantisch gut zu sehen. Sternschnuppen fallen hier quasi im Minuten Takt. Manchmal gehen einem direkt die Wünsche aus.

Leider gabs die letzten Tage nur noch fliegende Fische zu sehen.

Plankton leuchtet ja wenn es erschreckt wird, was sich sogar in unserer Pütz (Eimer zum Wasser holen) durch umrühren provozieren läßt.

Heute war Groß-Backtag. Drei Brote kamen aus dem Backofen. Das Sauerteig Brot ist mittlerweile nicht mehr von dem einer Bäckerei zu unterscheiden.

Zum späten Mittag gab es heute Mahi-Mahi in Sojasoße mariniert und leicht angebraten mit Tzaziki. Vielleicht etwas viel Salz, aber das passt derzeit ja.

:smiley: Die an Bord angebotenen Kurse wie: Batik, Stricken, Häkeln, Knoten I und Knoten II finden meist wegen mangelnder Beteiligung nicht statt. :smiley:

Brote
Sonnenuntergang auf dem Atlantik
Sonnenuntergang auf dem Atlantik