Elliston

Im Georg House B&B gab es auch Frühstück. Ein stilvoll gedeckter Tisch eine einem Raum wie in einem Museum. Wahnsinn. Wir können uns gar nicht satt sehen. Todd, der Besitzer war Jahrelang Koch, bevor er das Haus gekauft und ein B&B draus gemacht hat. Unter anderem hat er auch ein Kochbuch raus gebracht. So gibt es auch perfekte Rühreier, frische Croissants und selbst gemachte Muffins zum Früstück.

Frühstück im George House

Mit einem weiteren Paar und einem ältere Herrn füllt sich unser Frühstückstisch. Alle sind begeistert und wir haben viel Spaß. Mir müßen los. Das Georg House B&B wird unvergesslich bleiben und ist ein absoluter Tipp, wenn man mal nach Dildo kommt.

Ausblick vom George House

Bis nach Elliston sollen es etwas über 220km sein. Der TCH (Trans Canada Highway) geht ja noch. Bei den “Neben” Strassen muß man sich vor den Potholes in acht nehmen. Das sind Schlaglöcher im Asphalt, wo sich die ganze Asphalt Decke verabschiedet hat. Ein solches Loch erwischen wir tatsächlich voll und ich hab schon befürchtet der Reifen, samt Felge hätten einen Schlag. Aber alles gut gegangen.

Mir machen einen Abstecher nach Trinity. Nehmen einen Kaffee und schauen uns die Holzkirche an. Dann weiter nach New Bonaventura. Dort wurde ein komplettes Dorf als Filmkulisse für die Mini Serie “The random passage” aufgebaut und kann besichtigt werden. Am Ticketshop schauen wir uns ein paar Bilder der Location an und da wir den Film auch nicht kennen, beschliessen wir das Dorf nicht zu besichtigen.

Trinity
Twine Loft - Kaffee trinken
Blick vom Twine Loft aus
Holzkirche
Holzkirche

Nach einem Tankstopp und einer gesperrten Strasse, die einen Umweg mit sich bringt, landen wir direkt im Dungeon Provincial Park. Dort hat der Atlantik einen Teil der Steilküste unterspült. Die Höhle ist dann eingebrochen und noch kann man quasi auf der Wiese in ein tiefes Loch blicken mit Durchgang zum Meer.

Dungeon

Es ist mittlerweile auch spät genug und wir können unsere nächste Unterkunft ansteuern. Zunächst gibst aber einen Aufschrei: Ein Eisberg schwimmt vor der Küste. Direkt hin an einen Aussichtspunkt und erstmal ein paar Bilder gemacht. Hier unten hatten wir eigentlich noch gar nicht mit Eisbergen gerechnet. Um so besser, das das schonmal eingetreten ist.

Der erste Eisberg
Eisberg vom Bird Island B&B

Dann suchen wir unsere Unterkunft, das Bird Island B&B. Zweimal gefragt und mindestens viermal dran vorbei gefahren. Nachdem Bezug des Zimmers gehts zum Puffin (Papageitaucher, nicht Papageientaucher, wie ich 2010 von Rolf Stange auf einem Spitzbergen Segeltörn lernen konnte. Siehe Spitzbergen.de) Aussichtspunkt. Und wahrhaftig tummeln sich dutzende der Vögel auf dem Felsen, wo sie am brüten sind. Und es gibt etliche, die wie ich, die Riesen Objektive hierher geschleppt haben und Bilder machen. Alles richtig gemacht.

Puffin - Papageitaucher
Puffin - Papageitaucher Seemöwe Seemöwe Seemöwe Puffin - Papageitaucher Puffin - Papageitaucher Anja beim fotografieren Puffin - Papageitaucher Puffin - Papageitaucher Puffin - Papageitaucher Puffin - Papageitaucher Puffin - Papageitaucher Puffin - Papageitaucher Puffin - Papageitaucher Fotografen Fotografen

Abendessen gibts in Bonavista im Skippers. Erneut eine Fischplatte. Diesmal probieren wir die “Cod Tongues” (Kabeljau Zungen) als Vorspeise. Okay, läßt sich Essen, aber so etwas besonderes finden wir ist es nicht.

Eisberg vor Bonavista

Wir holen noch einen Sechserpack Bier und ich probiere draussen auf der Terrasse meine Bilder zu bearbeiten. Keine Chance, die Black Flies (Fliegen), gewinnen den Kampf und ich mach in unserem Aufenthaltsraum weiter.

Dildo

Keine Angst, Dildo ist eine Stadt auf Neufundland.

Erster Tag auf der Strasse. Tatsächlich war gestern früh blauer Himmel und angenehme Temperaturen.

Unser Guesthouse

Erstmal zu Fuß an die nächste Strassenkreuzung wo es mit “Coffee Matters” einen Kaffeladen zum Frühstücken gibt. Anja nimmt ein Mufin mit Ei und Schinken, ich einen Buritto mit Bohnen, Mais, Kartoffeln, Schinkenspeck und etwas Chili. Dazu Joghurt mit Beeren und einen süßen Vanilla Latte. Die Mixture aus Süß und Scharf macht fit für den Tag.

Da das Wetter passt gehts nochmals zu Signal Hill. Ein Jogger mit freiem Oberkörper geht dort seiner Leidenschaft nach, na ja. Dann zurück in die Stadt, wo Anja ein T-Shirt umtauscht. Weiter gehts nach Cape Spear. Nunja, ohne richtige Karte finden wir es nicht. An einer Tankstelle fragt Anja und ein netter älterer Herr antwortet, dass er eh Rentner sei und Zeit habe, würde er voraus fahren und uns den Weg zeigen. Gesagt getan, an Anfang der Strasse wo es dann den Hügel rauf geht verabschiedet er sich. Sehr nett.

Signal Hill

Cape Spear, der östlichste Punkt von Nord Amerika. Neben dem aktuellen und dem alten Leuchtturm gibts auch eine große Bunkernanlage. Es ging hier drum französische Schiffe abzuwehren.

Bunkeranlage
Leuchtturm Cape Spear
Leuchtturm Cape Spear

Es gibt keine Besonderheiten auf der Fahrt nach Dildo. Dort angekommen gehen wir erstmal in den Dildo Dory Grill und essen eine kleine Portion Fish and Chips. Mit Fisch meint man hier Cod, also Kabeljau. Da wir noch Zeit haben, bevor wir in unsere nächste Unterkunft können, fragen wir, was man hier noch so machen könnte. Wir bekommen den Tip zum Heart’s Content Lighthouse bei New Perlican zu fahren, was ungefährt 40 Minuten dauern würde. Gesagt getan.

Dildo Dory

Der Leuchturm hat sich gelohnt.

Heart's Content Lighthouse

Zurück gehts eine etwas andere Route. Das Georg House B&B ist leicht zu erkennen: Blaues Haus mit Rosa. Das Haus ist über 130 Jahre alt und im innern könnte man meinen die Zeit sei stehen geblieben. Unser Zimmer sieht fast aus wie eine Puppenstube, sensationell. Nicht ohne Grund hat der Besitzer bereits mehrfach Preise für sein Bed and Breakfast abgeräumt.

George House in Dildo
Zimmer im George House
Vorbereiteter Frühstückstisch

Abends fahren wir in ein relativ neues Restaurant direkt am Wasser. Leider müßen wir feststellen, das hier bereits Abends 19:00 Uhr geschlossen ist und wir somit zu spät sind. Nun gut gehen wir ins “The Blue Whale”. Nachdem ein anderes Paar fertig ist, sind wir die einzigen. Die Bedienung ist auch die Köchin und die Chefin. Jedenfalls sehr lustig. Es gibt ein Fischplatte mit Pommes.

Im Laden gegenüber holen wir uns noch Wasser für den nächsten Tag, dann gehts zurück ins Georg House B&B, wo wir kurz darauf auch todmüde ins Bett fallen.

St. John's

Wir haben gut geschlafen. Frühstück bestand aus Toast und Marmelade oder Erdnuss-Butter. Dazu Kaffee und O-Saft, wobei da bei mir das O fehlte. Rettung waren die gekochten Eier.

Wetter ist sehr bescheiden. 3-5 Grad und Regen.

Per Shuttle ging es dann gleich zurück zum Airport, um unseren Mietwagen abzuholen. Die Dame am Schalter erklärte uns dann, das wir den Mietwagen in Saint John gebucht hätten, nicht aber in St. John’s. Mein Ansatz, den Mietwagen dann einfach dort abzuholen, wurde durch die Information, das es gut eineinhalb Stunden per Flieger nach Saint John wären, komplett zerstört. Sie meinte, das das öfter passieren würde und Sie mal schaut, ob Sie unsere Buchung abändern könnte. Das funktionierte und so ging es dann per Shuttle zum Mietwagen.

Es ging erstmal weiter zu unserem Guesthouse. Wir waren früh dran und konnten dort noch nicht rein. Also gleich mal Sightseeing. Zuerst ging es nach Quidi Vidi. Ort der berühmten Quidi Vidi Brewery, die Craft Bier aus Eisberg Wassser braut, welches in blauen Flaschen abgefüllt wird. Der Schankraum war gegen 10:30 Uhr noch geschlossen. Aber um 11:00 Uhr wäre eine Führung. Also einmal ums Ort gelaufen um die 30 Minuten zu überbrücken.

Quito Vidi

Führung war kurz und schmerzlos. Abfüllung, Verpackung, Flaschen Reinigungsanlage, kleine Gärtanks, an den großen war grad zuviel Betrieb, dann hoch zum probieren. Iceberg, das Bier was aus Eisberg Schmelzwasser gebraut wird, wird in blauen Flaschen geliefert. Erst mit diesen Flaschen kam der riesen Run auf das Bier. Teilweise wurden die Flaschen zum doppelten Pfand wieder zurück genommen, da die Nachfrage die Produktion bei weitem überstieg. Wo das Wasser her kommt, gibts in einem späteren Artikel.

Das Iceberg Bier war relativ sanft, um den Begriff wässrig zu vermeiden. Es gab dann noch ein Honey Brown, das 1892 und zum Abschluß das British IPA. Das letzte fand ich auch am besten. 12 Uhr, vier kleine Bierchen, und dann ab ins Auto.

Quito Vidi Brauerei

Weiter gings nach Signal Hill. Viel zu sehen gabs nicht, da alles im Nebel lag. Also vorher in das Schokoladen Cafe und ein Sandwich gegessen. Als Beilage Kartoffelchips mit Schokoladensoße drauf. Sah komisch aus, war aber tatsächlich lecker.

Signal Hill

Danach ab ins Guesthouse. Erstmal eine Stunde Mittagsschlaf machen. Dann zu Fuß ab in die Stadt, was gerade ums Eck war. Leider bei Nieselregen. Abschluß in einer Brauerei mit einer kleinen Fischsuppe.

Yellow Belly

Zurück im Guesthouse erstmal was arbeiten. Einer meiner Server, wo unter anderem diese Website drauf läuft, verweigert den Dienst. Im Plausch mit dem Besitzer bekommen wir das Magnum and Steins empfohlen, was wir vorher schon im Auge hatten. Schlußendlich gehen wir aber erstmal zur besten Pizza der Welt, was in einem Contest in Las Vegas ermittelt wurde. Dienstag leider geschlossen. Dann wie eigentlich gelpant doch Magnum and Steins.

Nach etlichen verschiedenen Menukarten kommen wir auf den Punkt. Frischer Heilbut solls sein. Ein 3-4 cm dickes Filet kommt daher. Perfekt gegrillt. Noch einen Nachtisch und es geht schlags kaputt ins Bett.

Abflug

Unser Maxi-Daxi war pünklich auf die Minute gegen 13:30 Uhr da. 14:20 Uhr hatten wir schon die Warteschlange hinter uns und standen am CheckIn.

Selten war es so spannend wie heute. Am Nachbarschalter wurde das Handgepäck gewogen. Also gleich mal unsere Dame abgelenkt, als Sie nach unseren Rucksäcken fragte. Das Manöver gelingt und wir bekommen ohne wiegen das Band, dass unser Handgepäck okay ist.

Weiter gehts zur Security. Wie üblich Notebook, iPad und die zwei DSLRs auspacken und vorzeigen. Kein Problem. Als ich alles wieder am verpacken bin, klopft es vor mir an der Scheibe eines Zwischenganges. Jabba the Huth (Name von der Redaktion geändert), ein Kumpel von uns, der hier arbeitet und ohne den hier nichts laufen würde, begrüßt uns lautlos und wünscht uns viel Spaß.

Noch fast zwei Stunden bis zum Boarding. Es gibt erstmal die mitgebrachten belegten Brötchen. Dazu ein Mezzo-Mix und ein Wasser von der Bar für zusammen 7,40 €.

Das Gate wird geöffnet und es wird durchgesagt, dass es zum Schnäppchenpreis Upgrades auf Premium Economy (99.-) oder auf Business (329.-) gibt. Wir bleiben Standhaft. Nix gibts.

Von Boarding Personal geht einer rum, fragt wer nach Halifax fliegt, und checkt dann das Handgepäck. Wir verhalten uns still. Unseren Aufkleber habe wir ja schon.

Boarding. Wir sitzen in der mittleren Reihe. Leider kein Fensterplatz. Fotorucksack passt exakt ins Gepäckfach. Als dritte kommt eine junge Frau zu uns in die Reihe. Sie stammt zwar aus der Nähe von Vancouver, wohnt aber jetzt in Halifax und war in Kroatien und Serbien unterwegs.

Eine Stewardess kommt auf uns zu und meint, das wir ja auch recht groß wären, und ob wir nicht gerne an einem Notausgang sitzen würde. Na klar! Jetzt haben wir Beinfreiheit und sogar einen Fensterplatz.

Der Flug zieht sich. Die zwei angebotenen Filme sind nicht wirklich aktuell. Die Route ist quasi exakt so, wie man mit einer Segelyacht von Halifax zurück über den Atlantik segeln würde.

Und irgendwann sind wir da. Die Wartezeit bei der Immigration hält sich in Grenzen. Koffer sind auch recht fix da. Die Koffer geben wir dann direkt für den Weiterflug auf. Händisch werden die Nummern der Gepäckanhänger notiert. Ich hoffe das funktioniert.

Der Flug nach St. Johns hat etwas Verspätung. Ground Boarding ist angesagt, es regnet. Die Bombadier 400 steht nicht allzuweit weg. Wir sitzen in der dritten Reihe. Der Flieger ist fast leer, maximal 20 Leute. Unsere Sitze haben noch den „Plus“ Überzug. Gleicher Sitz wie die anderen, nur das es zu beginn ein Wasser gibt. Vorm Start werden noch ein Paar Passagiere nach hinten gebeten um den Flieger auszutarieren.

Der Flug war recht ruppig. Gepäck ist sofort da, wenn auch ziemlich nass. Ab ins Taxi und zum nahegelegenen Comfort Inn. Im Zimmer zieht es, aber wir haben zwei große Betten mit ordentlichen Decken drin.

Nach 16 Stunden Anreise sind wir angekommen. St. Johns auf Neufundland, bei Regen und 3 Grad plus.

Neufundland 2018

Der große Sommerurlaub steht an. Dieses mal geht es erneut nach Kanada, genauer an die Ostküste und zwar nach Neufundland.

Drei Wochen, in denen wir von St. Johns aus starten und mit dem Auto einmal fast um ganz Neufundland fahren. Dann per Fähre nach Nova Scotia übersetzen und uns dort noch ein paar Tage umschauen. Bis auf 2 Übernachtungen sind unsere Unterkünfte alle bereits gebucht.

Laut Reiseführer kann es wohl auch mal bis 30 Grad haben. Letzten Montag waren es morgens (10 Uhr bei uns, 5:30 Uhr vor Ort) in St. Johns allerdings nur -1 Grad mit Eisnebel. Nun gut, so sind halt ein paar dickere Klamotten mit in die Koffer gewandert. Und wir sind guter Dinge den ein oder anderen Eisberg an der Küste vorbeischwimmen zu sehen. Auch wenn wir wohl eine Woche zu spät für das Eisbergfestival sind.

Wenn man Montags erst fliegt, hat man das ganze Wochenende Zeit noch zu überlegen, was man vergessen hat, und sich so nervös zu machen. Dafür kamen die Flüge pro Person nur auf 650,-

Die spannende Frage ist wie immer, ob es Probleme mit meinem Fotorucksack als Handgepäck gibt. Die maximale Größe hält er zwar ein, aber beim Gewicht lieg ich leicht drüber. Zumal das Notebook ebenfalls mit im Rucksack ist. Wir werden es nachher beim CheckIn sehen.

Gegen 13:30 Uhr holt uns Maxi-Daxi ab und um 17:25 Uhr ist Abflug mit Condor. Zuerst nach Halifax, dann nach 2 Stunden Aufenthalt weiter nach St. Johns, wo wir gegen 00:20 Uhr (04:50 Uhr deutscher Zeit) ankommen und dann erstmal in ein Hotel am Airport einkehren.

Weiter dann, wenn wir angekommen sind.

Good Old Germany

Schlags kaputt sind wir wieder in Deutschland angekommen.

Nachdem wir gestern unsere Koffer einchecken konnten, ging es vor der Sicherheitskontrolle in eine kleine Bar. Von dort aus dann durch den Security Check in ein Seafood Restaurant für ein kombiniertes Mittag-/Abendessen.

Rechtzeitig waren wir dann auch an unserem Gate. Das Bording verzögerte sich dann aber um 30 Minuten, das es ein Catering Problem gab. Im Flieger waren wir erst erfreut, das wir in der Reihe der Notausgänge saßen. Das bedeutete endlose Beinfreiheit. Leider gab es bei uns auch eine Toilette und zwar nur auf einer Seite. Demnach stieg alles über uns, um an die Toilette zu kommen. Zudem war es bei uns extrem kalt.

Kurz nachdem der Flieger vom Gate weggeschoben wurde und es los gehen sollte, kam die Durchsage ob ein Arzt an Bord sei, was der Fall war. Der Pilot entschied sich zurück ans Gate zu gehen. Besser hier am Boden, als einen medizinischen Notfall in der Luft zu haben. Zahlreiche medizinische Notfall Kräfte kamen dann an Bord. Schlußendliche wurde ein Mann, mittleren Alters, per Rollstuhl aus dem Flugzeug gebracht. Seine Frau und sein Kind verliesen ebenfalls den Flieger.

Der Mann hatte entweder einen Kreislauf Kollaps, oder einen Infarkt. Jedenfalls hat er bei dem Anfall ersteinmal alles erbrochen, war er in sich hatte. Eventuell hat ihm die Verzögerung durch das Catering Problem das Leben gerettet. Den sonst wären wir zu dem Zeitpunkt schon in der Luft gewesen.

Mit Abflug war dann erstmal nichts, da erst die Koffer der Familie aus dem Flieger entladen werden mussten. An Bord gab es jetzt erstmal für jeden Wasser zum trinken.

Die Koffer waren ausgeladen. Dann mußten nur die anderen Koffer wieder in den Flieger und es hätte los gehen können. Leider nur hätte, denn nun versagte das Pushback Fahrzeug, was den Flieger vom Gate weg schiebt. Der Pilot erwähnte in seiner Durchsage das Ersatzteile auf dem Weg seien, bzw. ein Ersatzfahrzeug geordert werden würde. Irgendwie verfolgte uns das Thema mit den Ersatzteilen schon die letzten Wochen täglich. So fragten uns auch zwei Stewardessen, die unsere Geschichte mittlerweile kannten, unabhängig voneinander ob wir die Probleme vielleicht anziehen. Nun gab es neben dem Wasser auch noch eine Runde Snickers für jeden Fluggast.

Nach drei Stunden Verzögerung hoben wir endlich ab. Wie wir erfuhren bestand das Catering Problem darin, das falsche Getränke eingeladen wurden. So kamen wir noch in den Genuss eines Aperitifs. Die Nacht war wenig erholsam. Wir hatten zwar Beinfreiheit, die Sitze waren aber recht eng. Außerdem war es recht frisch und häufig kraxelte jemand über uns auf dem Weg zur Toilette.

Unser Abholservice in Frankfurt funktionierte hingegen erstklassisch. Zum Glück haben wir ja alle eigentlich noch eine Woche Urlaub, die wir wohl zum erholen brauchen.

Washington

Das Frühstück im Motel bestand nur aus einer Kaffeekanne. Kaffee wie immer nicht besonders. Also einen Diner suchen. Wir landeten dann beim echten Mexikaner. Frühstück war soweit okay, der Kaffee aber auch nicht wirklich was tolles.

Da unser Flug erst gegen 21:25 geht, ging es noch nach Washington zum Sightseeing. Aufgrund des Memorial Days, einem Feiertag am letzten Montag im Mai zur Ehren der im Krieg fürs Vaterland gefallenen, waren einige Strassen gesperrt. Wie sich herausstellte war ab 12:00 Uhr eine große Motorrad Parade angesagt.

Wir fanden mit etwas Glück einen Parkplatz und nahmen erstmal bei Starbucks einen Kaffee. Dann gings zum Weissen Haus, dem Washington Monument und dem Lincoln Memorial. Bei einem der zahlreichen Food Trucks gabs dann was auf die Hand. Na ja, der Wrap war ziemlich trocken.

Um 12:00 Uhr startete dann die Motorrad Parade mit der Polizei Staffel. Etliche hundert (tausend?), meist Harley Davidsons nahmen an der Parade teil. Leider fing es eine halbe Stunde nach Beginn erst leicht und dann heftiger zu regnen an. Wir stellten uns unter und gingen dann erneut über Starbucks zu unserem Auto.

Die Fahrt zum Flughafen dauerte länger als geplant, da etliche Besucher der Parade ebenfalls aus der Stadt wollten. Fast 7 Stunden vor Abflug waren wir dann jedenfalls hier am Airport und konnten uns schonmal per Internet einchecken. Jetzt heißt es warten.

Stop ...
White House
White House
Washington Monument
Lincoln Memorial
Food Trucks
Motorrad Parade
Impressionen Motorrad Parade
Impressionen Motorrad Parade
Impressionen Motorrad Parade

Richmond - Alexandria

Unser gestriges Motel, das Whitten Inn in Santee, war großteils eine Baustelle. Der Swimmingpool völlig runter gekommen und ohne Wasser. Auf dem riesigen Frühstücksbufett, gabs nicht wirklich was, außer Waffeln und Corn Flakes. Der Kaffee hat die Bohnen auch nur von weitem gesehen.

Jedenfalls war gestern Abend in der Margarita Launch (5$ Eintritt) noch einiges los. Eine Geburtstagsgesellschaft (angeblich ein 84’ter) feierte mit einer vier Mann Band. Die Jungs spielten ordentlich auf und zu ZZ Top liesen es sich ein paar ältere Damen nicht nehmen Ihren Line Dance aufzuführen.

Die Germans sprachen sich natürlich rum und so gab es etliche Unterhaltungen. Meist draußen im Freien, wo es alle Raucher hin verschlagen hatte. Wir waren so vertrauenswürdig, das wir sogar in der Deckung aus einem Kofferaum den hier schwarz gebrannten Moonshine probieren durften. Ein um die 70% Schnaps, der bei Mondschein versteckt im Wald destilliert wird. Er wird dann wohl noch mit einer Sirup versüßt, so dass man ihm den Alkohol nicht anmerkt. Typischerweise in Marmeladengläsern abgefüllt. Auf DMAX gibt es sogar eine Doku Serie zu den Moonshiners: DMAX Moonshiners

Und weiter ging die große Fahrt. Gegen Nachmittag kamen wir in Richmond an. Dort hielten wir an und machten einen Fußmarsch über die Robert E. Lee Memorial Bridge nach Belle Isle und dort einmal rund um die Insel. Der James River führte gerade extremes Hochwasser, was ihn zu einem reissenden Fluß machte. Trotzdem konnten es einige Unvernünftige (nicht wir) nicht lassen in den Fluß zu gehen.

Robert E. Lee Memorial Bridge nach Belle Isle
James River

Gegen Abend waren wir dann in Alexandria. Hier ein Stadtbummel mit dem Ziel was zum Abendessen zu finden. Wir kamen in einem guten Seafood Restaurant unter. Auch hier muß man festellen, das die USA ziemlich laut ist. Trotz einem eher besseren Restaurant war es so laut, das man fast schreien muß um sich mit seinem Tisch gegenüber zu unterhalten.

Alexandria
Alexandria, Michelle for President
Alexandria

Abschluß war im nächsten Motel nahe Washington, in dem auch etliche Harley Biker ihr Nachtlager hatten. Wir nahmen noch einen Absacker an unserem Auto, wo wir die letzten Wein und Cider (Apfelwein) Vorräte aus unserer Styropor Kühlbox tranken.

Zwei daneben stehende Biker prosteten uns zu und meinten nur “Our Liquor is quicker” (Unser Alkohol ist schneller). Auch sie hatten Ihren Moonshine dabei.

Charleston

Road Movie mäßig ging es heute mittag per Auto los nach Washington. Erster Zwischenstopp mit anschliessender Übernachtung war Charleston.

Charleston zählt zu einer der schönsten Städte der USA. Wir fanden an einer Parkuhr noch einen Parkplatz und machten uns dann zu Fuß auf. Die Frage in einem Hotel nach Zimmer wurde mit einem ziemlich hohen Preis beantwortet. Hier direkt zu übernachten konnten wir daher vergessen.

Nach der Erkundung auf eigene Faust entschlossen wir uns eine der angebotenen Kutschfahrten zu machen. Freddie unser Zugpferd meisterte seine Aufgabe briliant. Auch der Kutscher und Tourguide machte seine Aufgabe sehr gut.

Abendessen gab dann im Bubba Gump, dem vom Forrest Gump Film inspirierten Seafood Restaurant. Danach ging es mit dem Auto weiter, bis wir in Santee das Motel Whitten Inn fanden.

Charleston
Charleston
Charleston Markthalle
Charleston Sklaven Markt
Charleston Freddie
Charleston Bubba Gump

Savannah Abschluss

Wir haben beschlossen unsere Reise hier abzubrechen und Sonntag Abend von Washington aus zurück zu fliegen. Damit war gestern unser letzter Tag in Savannah.

Am Vormittag waren noch einige Aufgaben zu erledigen. Unter anderem war zu klären ob das Boot länger als die geplanten und genehmigten 6 Monate in den USA verbleiben kann. Weiterhin mußte eingekauft werden, da wir Abends zum grillen bei einem Bekannten, der in frühen Jahren in die USA ausgewandert war und 10 Minuten vom Savannah Yacht Club sein Haus hat, eingeladen waren. Es sollte erstklassische Steaks geben.

Nachmittag ging mit relaxen oder neudeutsch tchillen rum. Ich schnappte mir meinen Foto und ging auf Motivjagd im Yachtclub. Der Adler, den ich erwischte, hatte tatsächlich gerade Beute gemacht und hat den Fisch noch in seinen Krallen. Von den Delphinen, die bei Hochwasser in den Hafen kamen, konnte ich leider nur eine Rückenflosse erwischen. Oder war es gar ein Hai?

Adler mit Fisch
Savannah Yacht Club
Savannah Yacht Club
Delphin im Hafen

Da es eine Abkürzung zu unserer abendlichen Location geben soll, machte sich ein Stoßtrupp auf, diesen zu Fuß zu erkunden. Leider vergeblich. Allerdings ist es wohl auch eine Abkürzung, die durch einige Privatgrundstücke führt. Da wir bei der Erkundung schon angesprochen wurden, was wir in der Wohngegend den machen würden, entschlossen wir uns dann doch Abends das Auto zu nehmen. Hier passen die Nachbarn gegenseitig auf sich auf. Wenn dann drei Typen hier rum laufen, zudem noch einer mit Foto und großem Objektiv, wird man mißtrauisch und läßt schonmal den Hund raus. Richtige Zäune gibt es hier ebenfalls nicht und so werden die Hunde alle mit elektronischen Halsbändern innerhalb des eigenen Geländes gehalten.

Das Abschlußgrillen war sensationell. Die Steaks auf den Punkt. Die Getränke Eis gekühlt. Dank den Fliegengittern am Dock House lies es sich lange aushalten. An der Stelle nochmals vielen Dank an unseren Gastgeber und seine Frau!

Den rest erzählen die Bilder:

Dock House
Sonnenuntergang
Sonnenuntergang