Sonderburg die Zweite

Heute ging es von Flensburg nach Sonderburg zurück. Vormittags noch zum einkaufen und auf einen Trink im Kritz. Wetter mit Sonnenschein perfekt. Der Wind weiterhin von Osten und daher mussten wir einiges Motoren.

Unsere Versuche zu kreutzen brachten nicht 100% Erfolg. Aber egal. Ein wenig Motor und schon lief es besser.

Abends gab es Peruanisches Huhn mit grünem Reis.

Flensburg

Gestern ging es nach Flensburg. Es war der Tag an dem Wünsche erfüllt wurden.

Morgens ging es los mit einer Schlossbesichtigung. Danach gab es einen Mittagstrunk im Ort. Nach Mittagessen an Bord gab es die Besprechung des Ablegemanövers, den hier war der Wunsch des Skippers zu erfüllen, und hier musste jeder Handgriff sitzen.

Der Skipper wollte es und die Crew natürlich auch. Der Platz war da, der Wind okay und die Sonne kam auch zum Vorschein. Was kann man da anderes machen als ein Ablegemanöver unter Segel.

Der Motor wurde zur Sicherheit angemacht. Die Leinen alle los gemacht. Eine Spring verhinderte das zurück treiben. Genua leicht raus gelassen und ablegen unter Segeln verlief wie aus dem Lehrbuch.

Im Hafen mussten wir noch durch den Wind. Da setzten wir auch gleich das Besan. Perfekt!

Bei östlichem Wind und Sonnenschein ging es dann nach Flensburg. Unser Pfälzer hatte nach zwei Jahren den Wunsch endlich mal das Großsegel zu sehen. Das konnten wir ihm erfüllen. So stand er dann auch bis nach Flensburg am Steuer.

Erst kurz vorm anlegen bargen wir die Segel. Und die Pfalz konnte das erste Anlegemanöver fahren.

Nach Anleger ging es dann ins Brauhaus zum Essen. Danach noch auf eins, zwei Flensburger in eine kleine Bar.

Momentan ist noch Frühstücken angesagt. Die meisten waren schon beim duschen. Wir werden uns noch Flensburg anschauen und dann wieder in Richtung Sonderburg aufbrechen.

Sonderburg

Wie zu erwarten war, gab es gestern Abend die ersten Crew Gespräche. Dementsprechend angeschlagen war der Skipper.

Das mit dem Arbeitstitel “Wenden in der Box” betitelte Ablegemanöver wurde zu einem “Ablegen mit auflandigem Wind” Manöver ausgebaut. Um die Ausrüstung zu testen, warteten wir natürlich bis es regnete. Es klappte wie geplant und nach persönlicher Ansprache der umstehenden Zuschauer gab es vereinzelten Applaus.

Bei 6 Windstärken ging es mit Besan und gereffter Genua flott voran. Der Skipper nahm sich gleich mal seinen freien Tag.

In Sonderburg fanden wir einen guten Platz. Nach einer Runde Pölser zog sich das Wetter wieder zu und es begann zu regnen. Der Abend verlief dann an Bord.

Schnuppertörn 2014

Um viertel vor 10 Uhr Abends kam die gemischte Darmstädter/Pfälzer Crew bereits zum abholen vorbei. Geplant war viertel nach, gerechnet hatte ich mit 22:30 Uhr.

Die Autobahn war frei und so ging es gut voran. In der Hälfte der Strecke gabs eine Pause und einen Fahrerwechsel. Um 04:30 Uhr waren wir dann in der Marina Wendtorf. Nach kurzer Orientierung fanden wir auch die Moby Dick III.

Das an Bord gehen über den Bug per Strickleiter hatte seine Tücken. Nach zwei Willkommens Trinks ging es dann in die Kojen.

Gegen 10:00 Uhr kamen alle aus Ihren Kojen. Kurz darauf kam unser sechstes Crewmitglied, mit den Segeln. Nach dem Frückstück schlug ein Teil das Besan Segel an und der andere Teil ging zum einkaufen.

Zum Abend gab es Krautflecken nach Matrosenart vom Skipper.

Stromausfall am Frühschoppen

Gestern Abend, am Fischerfest Montag Frühschoppen, gabs ein Gewitter, was einen Stromausfall nach sich zog. Da die USV eh schon die ganze Zeit am piepen war, dass der Akku getauscht werden müßte, war der Stromausfall natürlich zu lange. Mein Eisfair XEN Server hat sich demnach wieder runter gefahren.

Die USV ist derzeit abgeklemmt. Mal sehen ob ich da einen neuen Akkusatz dafür bekomme, oder den Server doch langsam in Rente schicke.

Gut erhalten zurück

Unsere Nachfolgecrew kam gegen 11 Uhr an, als ich vom duschen kam. Eigentlich hatten wir sie erst zwei bis drei Stunden später erwartet. Wir hielten uns daher ran unsere Klamotten zu packen.

Nach einem Kaffee für alle verluden wir gegenseitig unser Gepäck und machten uns dann per Leihbus zurück nach Hause. Unser Smut hatte belegte Brote und Obst vorbereitet, womit die Fahrt nur für kurze Pausen und Fahrerwechsel unterbrochen werden mußte. Aufgrund einiger Baustellen waren wir dann kurz nach 18 Uhr in Gernsheim.

Für den süddeutschen Teil der Crew ging es dann noch per PKW weiter nach Augsburg bzw. München. Ich war dann nach einem weiteren Zwischenstopp gegen kurz nach 20 Uhr an meinem Zielort.

Fazit

Drei Wochen als Skipper haben ohne größere Probleme funktioniert. Das durchgängig gute Wetter und die gute Unterstützung bei Navigation und Wetter, sowie die Erfahrung der Crews beim an- und ablegen haben dazu beigetragen. Alleine mit einer unerfahrenen Crew hätte das nicht geklappt bzw. würde ich mir das dreimal überlegen.

Die Klamotten erschienen anfänglich etwas zuviel. Zum Schluß hat sich das relativiert und es hat gut gepasst.

Aus dem drei Tage Bart ist ein drei Wochen Bart geworden, da rasieren auf See ja angeblich Unglück bringt.

Das fotografieren wurde nicht ganz so ausführlich durchgeführt, wie gehofft. Da ist halt meist doch weniger Zeit für als geplant. Nichtsdestotrotz kamen wohl über 50000 Aufnahmen zu stande, rund 240GB. Grob in etwa 6000 Bilder mit meiner digitalen Spiegelreflex Kamera und über 40000 Bilder mit einer GoPro Hero 3, die mir freundlicherweise für die Reise zur Verfügung gestellt wurde. Da einiges davon zu Zeitraffer Filmen verarbeitet wird, bleiben von alledem nur ein paar Sekunden, bzw. Minuten übrig. Man kann aber auf alle Fälle gespannt sein.

Den Helder

Gestern war kein Wind und die Nordsee flach wie ein Brett. Daher legten wir die Strecke nach Den Helder per Motor zurück.

Da wir früh weg fuhren gab es nur ein kleines Frühstücksbufett. Für den nötigen Kalorienbedarf wurde allerdings gleich eine frische Kartoffelsuppe aufgesetzt, die es dann zum vorgezogenen Mittag gab. Im Hafen angekommen ging es noch zum Diesel tanken. Zur Stärkung kam Kaiserschmarrn aus Handgeschlagenem Eischnee, mit Trauben-Nuß Schokolade, statt Puderzucker, und Apfelmuß aus der Küche.

Anschliessend begannen wir klar Schiff zu machen. Da die achterliche Toilette nicht mehr abpumpte wurde diese komplett zerlegt. Auch nach Tausch aller Dichtungen konnten wir das Problem leider nicht beheben.

Abends ging es in das zu Fuß zu erreichende Hotel Restaurant “Lands End”. Von außen nicht so überzeugend, war es aber innen sehr ansprechend. Getoppt wurde es allerdings von der Außenterrasse, die einen einmaligen Blick auf die Nordsee und den Sonnenuntergang bescherten.

Momentan ist Klar Schiff machen angesagt, sowie Wasser tanken. Demnächst soll die Nachfolgecrew kommen.

Amsterdam

Gestern nahmen wir von Ijmuiden aus den Bus nach Amsterdam. Fahrzeit etwas über eine Stunde.

In Amsterdam nahmen wir uns eine Fahrkarte für eine Krachten Hopp on Hopp off Rundfahrt. Nach der ersten Rundfahrt ging es auf ein Sandwich auf die schwimmende Außenterasse einer kleinen Bar. Danach starteten wir die zweite Strecke der Fahrt, die sehr schöne Einblicke ermöglichte.

Nach der Rundfahrt machten wir uns zu Fuß auf die Stadt zu erkunden, bzw. uns einen entsprechenden Pub für das Deutschlandspiel zu suchen. Schlußendlich fanden wir einen Irish Pub, der von einem Inder betrieben wird, der in Deutschland geboren, in der Schweiz aufgewachsen und nun in Amsterdam lebt und gerne AC/DC hört.

Da neben uns noch vier deutsche waren, wurde der Fernseher auf ARD/ZDF umgestellt, womit wir deutschen Ton hatten.

So ein Spiel macht hungrig und so suchten wir das birds auf, den angesagtesten Thai in Amsterdam. Dort war soviel los, das wir erst einmal 15 Minuten auf einen Platz warten mußten, was den hungrigen unter uns nicht sonderlich gefiel.

Zu siebt am fünfertisch gabs dann Vorspeise und Hauptspeise. Alles sehr gut und auch recht viel. Danach war wir alle übersatt, da wir grundsätzlich auf dem Törn keine Reste machten. Ein Teil von uns nahm dann ein Taxi zum Busbahnhof, der Rest ging zu Fuß. Die Busfahrt von nun knapp einer Stunde wurde von den meisten im Halbschlaf verbracht.

Ijmuiden

Gestern ging es nach Ijmuiden. Der Wind kam anfänglich zu sehr auf die Nase, womit wir einmal kreuzten mussten um Höhe zu gewinnen.

Der vom Hafenmeister genannten Stege waren allerdings nur für Yachten bis 14m. Wir haben uns dann einfach einen anderen freien Steg gesucht. Wahrscheinlich hatten wir am Telefon die Aussage falsch verstanden das wir uns an die genannten Plätze legen können, sondern es war wohl gemeint, überall bis auf die genannten Plätze.

Gestern Abend wurde der Relings Grill montiert und es gab Spiesse und Steaks vom Grill. Danach ging es in die letzte offene Strandbar, wo wir als einzige Gäste noch Fußball schauten.

Jetzt wollen wir per Bus nach Amsterdam.

Scheveningen

Gestern ging es nach Scheveningen. Wind war nicht gerade optimal. Zum Schluß wurde es auch etwas wackelig. Zum zweiten Frühstück gabs Rühreier mit Nordseekrabben.

Den in Scheveningen mit dem Hafenmeister ausgemachten Platz fuhren wir nicht an. An die Segelyacht, an die wir uns legen sollten hatte schon ein weiterer Segler fest gemacht. Außerdem war der Platz ganz hinten in dem recht engen Hafen. Statt dessen machten wir an einem Angel Dampfer fest. Unsere Info war, dass dieser heute früh gegen 08:00 Uhr ablegen würde.

Kurz nach 6 Uhr gab es allerdings schon Rufzeichen. Ein Tankschiff wollte an unseren Platz um das Angel Schiff zu betanken. Also alles raus und verlegen an einen Fischer gegenüber, der die nächsten Wochen nicht raus fährt.

Wir haben uns dann alle nochmals hin gelegt und eben ein Frühstück mit frischen Brötchen genossen. Nun machen wir unseren Plan für heute und dann geht es nach Ijmuiden.