Tag der Abreise

Heute früh ging es erstmal los mit Koffer fertig packen. Dann wie die letzten beiden Tage wieder ins Coco Rico Cafe zum Frühstück. Weder die Australier, noch die deutsche Bedienung waren da. Danach wieder ins Hotel, Koffer fertig gemacht und diese dann im Hotel unter gestellt.

Unser Flieger geht erst gegen 15:55 Uhr. Die Fahrt mit dem Taxi soll knapp 30 Minuten dauern, womit es reicht, wenn wir um gegen 13 Uhr auf den Weg machen. Zu Fuß machen wir uns nochmals die Robson Strasse entlang. Wir sind auf der Suche, ob wir nicht noch irgendwo ein paar Zedernholz Planken, zum grillen, ergattern können. Wir machen alle Läden und Shopping-Centres durch, werden aber nicht fündig.

In einer Querstrasse finden wir noch einen netten Fotoladen. Ich unterhalte mich mit dem Verkäufer über einen gebrauchten Nikon Telekonverter, der zum Verkauf steht. Ist aber schlußendlich nichts für mein Tele. Auf der Parallelstrasse zur Robson, wo wir Tags zuvor Essen waren, gehts zurück zum Hotel.

Wir checken unsere Koffer aus und machen uns per Taxi auf den Weg zum Flughafen. Am Flughafen erkundige ich mich nach einer Waage, um unser Gepäck überprüfen zu können und erhalte die Auskunft, das alle Check In Schalter, ja eine Waage hätten. Also wiegen wir unser Gepäck an einem der freien und nicht besetzten Schalter. Wir müssen 900 Gramm Gewürzmischung umpacken, dann hat jeder unserer beiden Koffer jeweils 22,9 kg. Hundert Gramm weniger als erlaubt. Perfekt.

Wir machen uns gleich auf um einzuchecken. Unsere Koffer werden gemeinsam gewogen, womit wir uns das umpacken auch hätten sparen können. Diesmal werden wir keinen Fensterplatz haben. Anschliessend geht es noch durch diverse Shops und zum Thailänder zum essen.

Der Security Check nervt etwas. Als ich mir eine zweite Wanne neben mir schnappe, um den Laptop dort rein zu packen, mosert mich die Sicherheitsbedienstete an. Jeder darf nur eine Wanne vor sich haben. Schwups, schiebt sie meine Wanne mit Fotorucksack aufs Band. Ich sag Ihr das ich davon ausging, das Notebook etc. separat gescannt werden sollen, aber mein Notebook eben in dem Rucksack sei. Verärgert bringt Sie mir den Rucksack zurück. 15kg sind halt nicht grad leicht. Ich solls auf dem Boden auspacken. Danach gehts durch den Scanner.

Wie erwartet werde ich beiseite genommen. Ich warte, während mein Rucksack erneut zum Scanner getragen wird. Die wenig nette Sicherheitsbedienstete motzt mich wieder an. Was ich da stehen würde. Ich hätte doch gesehen, das sie den Rucksack nochmals scannen läßt, und ich solle da warten, wo alle warten. Super, wenn der Rucksack nochmals raus geht, flipp ich aus. Aber es klappt.

Die Duty Free Shops stehen an. Whisky hab ich noch und so viel billiger ist er hier auch nicht. Vor dem Gate tipp ich noch was für die Website und Anja holt ein paar Sandwiches für den Flug, nachdem dort die Verpflegung auch bezahlt werden muss.

Ein älteres Ehepaar sitzt neben mir vorm Gate und spricht mich an. Ihr iPad sei ziemlich warm, obwohl es doch ausgeschaltet sei. Ich erklär, das es ja nur im Schlaf Modus ist und sicher versucht hat eine Verbindung aufzubauen, was wohl nicht gelungen ist und daher warm wurde. Wie es sich ganz ausschalten lässt erkläre ich dann auch.

Es stellt sich raus, das der Mann aus Island stammt. Er früher auf den Bohrinseln als Elektro Ingenieur gearbeitet hat und so nach Kanada auswanderte. Jetzt versuchen Sie jedes Jahr mindestens einmal nach Island zu fliegen. Wie lange wir denn in Island wären. Er könnte uns ja mit seinem Auto etwas die Gegend zeigen. Leider haben wir nur knapp 90 Minuten. Schade. Jedenfalls sollten wir Island unbedingt mal besuchen. Ich sag ihm das ich das machen werde, und evtl. sogar mit einer Segelyacht, der Moby Dick III, und zeig ihm ein paar Bilder. Er ist begeistert und sagt, das wir das unbedingt ankündigen müßten, da sich auf Island sicher einige das Boot anschauen möchten.

Boarding steht an und wir verabschieden uns. Nachdem alles im Flieger Platz genommen hat, steht er plötzlich neben unsere Sitzreihe. Gibt uns beiden nochmals die Hand, bedankt sich für die Hilfe und wünscht uns eine gute Reise. Sehr nett!

Dann geht es auch schon los.

Dieser Artikel ist Teil der Serie: 2015-08-04-kanada-2015
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