Zweiter Landausflug

Aufgrund des schlechten Wetters an unserem geplanten nächsten Ziel ging es gestern erneut zum Landausflug. Diesmal hatten wir auch Sonne. Da einer zum wandern gehen wollte und einer seine Erkältung auskurieren mußte, waren wir nur zu viert. Es reichte daher ein Auto.

Zuerst ging es zur Highland Park Destillery. Die nächste freie Führung fand allerdings erst gegen 12 Uhr statt. Die eineinhalb Stunden bis dahin verbrachten wir mit dem Besuch der Scapa Destillery, welche leider keine Besucher empfängt, d.h. wir mußten uns auf ein paar Bilder von außerhalb beschränken.

Die Führung bei Highland Park war dann die bislang beste Führung. Nach einem 5 minütigem Film ging es erst in die Hallen, in denen die feuchte Gerste ausgelegt wird. Dann ging es zu den beiden Öfen, in denen Torf und auch Koks verbrannt wird. Der Torf liefert das Aroma und entwickelt nur wenig Hitze. Das Koks dagegen verbrennt wesentlich heißer und dient dann zur Trocknung.

Anschließend gings vorbei am Mashing und dann in die eigentliche Destillery. Da war wie so oft fotografieren verboten. Angeblich weil es aufgrund des möglichen Alkoholgehalts in der Luft gefährlich sein könnte.

Es gab dann im Faßlager eine Erklärung zu den genutzten Fäßern und wir konnten sowohl an einem Faß aus Spanien als auch an einem Faß aus USA riechen und den Unterschied erkennen. Das Faßlager hatte einen kleinen Besucherraum und die Fäßer waren nur durch Scheiben zu betrachten. Eines der Fäßer gehört Prinz Andrew und ist von ihm auchnunterzeichnet.

Abschluß war dann ein Tasting des 12 Jahre alten Highland Parks. Zuerst ohne, dann mit Wasser. Mit Wasser war das ganze etwas runder.

Weiter ging es dann zur Churchill Barriere. Hier hatten italienische Kriegsgefangene die Durchfahrt nach Scapa Flow zugeschüttet, durch die Prien im zweiten Weltkrieg mit seinem U Boot nach Scapa Flow gefahren ist um einen Teil der dort liegenden Flotte zu versenken. Teil der damals dort versenkten Blockschiffe sind noch zu erkennen.

Nach einem kurzen Stopp auf einen kleinen Mittagssnack in Kirkwall ging es wieder in den Westen der Orkneys. Zuerst hielten wir am Ring of Brodgar, an dem ich ein paar Fotos machen konnte. Danach fuhren wir zu Skara Brae, einem Steinzeitdorf. Kaum vorstellbar, das das schon mehrere tausend Jahre alt sein soll.

Abschluß war dann ein Aussichtspunkt an der Steilküste, bei dem sich uns ein beeindruckendes Schauspiel bot. Hier fing es dann auch das erstem mal an diesem Tag zum regnen an.

Nachdem ich mich gestern früh beim Hafenmeister in Pierowall nach einem Liegeplatz erkundet hatte, gabs gestern die Nachricht, wir sollten dem Nachbarboot hier in Stromness einen Besuch abstatten. Das ist nämlich ein guter Freund des Pierowall Hafenmeisters und von dem könnten wir noch Informationen zum Hafen bekommen. Die ganze Story war wohl die, das sich der Hafenmeister bei seinem Segel Kumpel erkundigt hat, ob hier eine große Yacht läge und ob die soweit okay sei. Pierowall läßt nur Boote bis 20m zu. Wir liegen knapp darunter. Der Skipper vom Nachbarboot hat uns jedenfalls ausführlich den Hafen erklärt und wie und wann wir da am besten hin kommen. Seiner Meinung nach wird die Moby Dick III das größte Schiff sein, was je in Pierowall fest gemacht hat. Es wird mit zahlreichen Schaulustigen gerechnet. Warten wirs ab. Heute Abend werden wir es sehen.

Dieser Artikel ist Teil der Serie: 2012-08-25-orkney_inseln_2012
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