Früh auf und hoch hinauf

Die ersten waren gestern früh bereits gegen 05:00 Uhr mit dem Beiboot zum angeln unterwegs. Große Fischexemplare blieben allerdings aus.

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Da das Wetter sich von seiner guten Seite zeigte, wurde die Besteigung des Preikestolen angegangen. Der sogenannte “Predigerstuhl” ist eine 604m hohe senkrechte Felswand, mit einem kleinen Plateau. Per Taxi fuhren wir zum Anfang des Aufstiegs. Eigentlich sollte man für die Wanderung 2 Stunden für hoch sowie auch zwei Stunden für runter einplanen. Unser jugendliches Team brauchte nur eine Stunde und 5 Minuten zum Aufstieg. Ich bildete die Nachhut und brauchte 24 Minuten länger. Der Weg besteht zum größten Teil aus Steinen und kleineren Felsen, was das gehen nicht sehr unterstützt.

Die Aussicht war recht gut. 600 Meter senkrechter Abgrund flößt gehörigen Respekt ein, zumal der Rand nicht gesichert ist. Wagemutige setzen sich hier auch schonmal direkt auf die Kante und lassen die Füße frei baumeln. Nichts für uns.

Beim Abstieg verpass ich das Prefing, und wander zu unserem Einstiegspunkt zurück. Der Rest biegt kurz vorher ab und setzt sich schonmal auf die Hütte im Tal. Um mir den Fussmarsch dorthin zu ersparen, überrede ich einen älteren Autofahrer mich zu fahren. Unser Rücktaxi versetzt uns ein wenig, da es uns erst in ein bis anderthalb Stunden abholen könnte. Kurzerhand lösen wir dieses Transportproblem indem wir eine Fahrerin mit Mercedes Bus anhalten, und sie bitten uns zu fahren.

Bei bestem Wetter machen wir uns auf nach Stavanger. Dort finden wir einen Liegplatz in erster Reihe. Was wir nicht finden ist der Hafenmeister und die Sanitären Anlagen. Ein kleines Hotel gegenüber gestattet uns gegen eine kleine Gebühr den Wellnesbereich und somit die Duschen zu benutzen. Ein Teil der Crew nutzt das Angebot und geht erst einmal in die Sauna. Der andere Teil checkt schonmal die Lage in den Straßenkneipen.

Das Abendessen nahmen wir im Steakhouse “Long Horn”. Danach gab es einen gemütlichen Kneipenbummel. An allen Kneipen bildeten sich ab 23:00 Uhr lange schlangen, um auf Einlass zu warten. Hier ist richtig was los. Hier schein auch jeder und jede erst dann mit dem trinken aufzuhören, wenn wirklich nichts mehr geht und alles schwankt. Der Abend endet wie so oft auf dem Deck der Moby Dick III. Dort geniesen wir das skurile Samstag Abend treiben rund um den Hafen.

Dieser Artikel ist Teil der Serie: 2009-05-21-jugendtoern-norwegen-2009
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