Fishing

Gestern gings mir endlich wieder gut. Keine Kopfschmerzen und nur noch hin und wieder Magenkrämpfe. Den Vormittag verbrachten wir in Butterfly Garden. Quasi ein großes Tropisches Gewächshaus mit rund 2000 Schmetterlingen. Nachmittags gings mit dem Boot raus zum angeln.

Da mein Akkulader hier mit 110 Volt nicht funktioniert, bin ich erstmal in eine Tankstelle gegangen. Genau die Batteriegröße, die ich brauchte, war gerade aus. Na ja, auf dem Weg dorthin gabs wieder zwei Oldtimer zu bestaunen. Den Kombi hätte ich für 29500$ gleich mitnehmen können. Laut Besitzer einer von nur 2000 gebauten Exemplaren. Die Batterien gabs dann im Gift Shop des Butterfly Garden.

Die Artenvielfalt der Schmetterlinge ist schon beeindruckend. Leider hat meine Kamera bei Abständen um 1 m heftige Probleme beim scharf stellen. Ich bekomm leicht die Krise. Nun gut, ich muß ja auch nicht alle Schetterlinge ablichten.

Nach den Schmetterlinge gehts nochmal zur Unterkunft um die Klamotten für die Bootstour zu packen. Nebenbei kann ich am Notebook noch ein paar Serverprobleme in ‘Good old Germany’ beheben. Nach dem Bunkern von einigen Sandwiches, gehts endlich aufs Boot. Leider etwa 30 - 60 Minuten zu spät, für den 100% perfekten Wasserstand zum Angeln. Das Wetter ist perfekt und die See ist ruhig. Wir steuern das Angelgebiet an und legen los. Für Lachs tuckert man langsam mit dem Boot an einer Kante mit bestimmter Wassertiefe entlang. Hier so etwa 30 - 50 Meter. Mit großen Bleigewichten, sogenannten Kanonenkugeln, die an einer eigenen Leine hängen, wird die eigentliche Angelleine mit Blinker auf der richtigen Tiefe gehalten. Der erste Turn entlang einer kleinen Insel bring nur eine Seezunge zu Tage. Die will hier keiner und sie kommt zurück ins Meer. Wir drehen um und fahren die Strecke wieder zurück. Plötzlich geht alles Blitzschnell. Grant greift sich eine Angel, leiert wie verrückt und schon ist der Lachs an der Wasseroberfläche. Wenige Sekunden später ist der Fisch im Kescher und liegt im Boot. Glück gehabt, gerade jetzt hat der Haken den Geist aufgegeben.

Der Lachs ist ein Shinook. Geschätzte 10 Pfund, was wohl auch so 5 kg sein dürften. Nicht ein riesen Fisch, aber wohl die perfekte Größe zum essen. Wir sind begeistert und unser Abendessen ist gerettet. Eine weitere Runde bringt keinen weiteren Lachs. Es wird auch etwas windiger und so packen wir ein. Die Rückfahrt geht wieder durch die zahlreichen kleinen Inseln. Eine davon soll Bill Gates gehören. Dem Haus zu Folge kann ich mir das durchaus vorstellen.

Zurück im Hafen besucht uns erstmal ein Seehund am Boot. Für den ein oder anderen Fisch kommt er auch fast an Deck. Unser Lachs wird gewogen und bringt es auf etwas über 8 Pfund. Gleich am Steg wird er ausgenommen und von Kopf und Schwanz befreit.

Wir packen den kompletten Lachs mit gewürzen versehen in Alufolie und dann für 30-40 Minuten auf den Grill. Ein Genuß und eine Seltenheit für uns einen so frischen Lachs zu haben. Trotz rund 800 Gramm Lachs für jeden, bleibt kaum was übrig. Beim Ausklang des Abends auf der Terasse, sichten wir zwei Waschbären im Baum. Sie ziehen weiter in ein Gebüsch. Ein Pärchen, dass dort vielleicht Junge hat.

Für mich der bislang der gelungenste Tag. Mir gings besser, das Wetter perfekt, Angelglück, gutes Essen. Beautiful British Columbia.

Dieser Artikel ist Teil der Serie: 2008-06-22-kanada-2008
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